KDFB erwartet deutliche Worte und Taten beim Rio+20-Gipfel
„Zur positiven Zukunft bitte hier entlang!“
Köln, 18.6.2012 – Zu Beginn der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung, die vom 20.- 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindet, bittet der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) die politisch Verantwortlichen, sich ausdrücklich für einen beschleunigten Prozess ökologisch verantwortlicher Entwicklungen sowie für eine weltweite Gerechtigkeit einzusetzen. „Wir brauchen konkrete Vereinbarungen, damit Lebensräume und Lebenschancen nachfolgender Generationen langfristig Bestand haben“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.
Nach Meinung des Frauenbundes stehen alle Staaten weiterhin vor großen Herausforderungen bei der Verwirklichung einer gerechten Welt. Dazu zählen z.B. ein besserer Schutz der Natur, die intensive Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit, umweltverträgliche Produktions- und Konsumweisen und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. „Wer eine „green economy“ – also eine grüne Wirtschaft – will, muss die bei der 1. Klimakonferenz von 1992 gestellten Weichen für eine zukunftsfähige Welt nachjustieren und das damals formulierte Bekenntnis zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise glaubwürdig erneuern“, stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Diese Verpflichtung sei sowohl von politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen als auch von jedem Einzelnen ernst zu nehmen und müsse sich in persönlichen Verhaltensänderungen widerspiegeln. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln, der Gebrauch fair gehandelter Produkte, die gerechte Verteilung von Arbeit oder ein umweltbewusstes Verhalten bei der Nutzung von Wasser, Energie und Fortbewegungsmitteln trägt so zur Bewahrung der Schöpfung bei. „Als Christinnen und Christen sind wir zu einem glaubwürdigen und sozial-gerechten Lebensstil aufgerufen“, so Flachsbarth. Dies werde der KDFB mit seinem Schwerpunktthema „Frieden und Gerechtigkeit“ in den nächsten zwei Jahren besonders aufgreifen.
Bei der Schaffung gesicherter Lebensperspektiven sieht der KDFB eine vorrangige Aufgabe in der Unterstützung von Frauen. Weltweit sind ihre Rechte beschnitten und die Aussichten auf ein friedliches und zukunftsfähiges Leben gering. Dabei sichern immer mehr Frauen das Überleben ihrer Familien, denn sie sind oftmals die einzigen Ernährerinnen – trotz äußerst geringer Löhne, fehlender Ausbildung und sozialer Benachteiligungen. Deshalb appelliert der KDFB an die Regierungschefs des Rio+20-Gipfels, bei der notwendigen Entwicklung von klaren und überprüfbaren Zielperspektiven für Ökologie, Ökonomie und Soziales die Geschlechtergerechtigkeit ausdrücklich zu beachten und festzuschreiben. KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth begründet die Forderung nach Chancengleichheit mit den Worten: „Eine zukunftsfähige Gesellschaft, ob in Deutschland oder weltweit, ist nur durch eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern möglich, denn sie trägt zur Förderung des Friedens bei.“
Ute Hücker, Pressereferentin
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 220.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teil habe von Frauen und Männern in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.
Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen.


