KDFB
08.05.2013

Postkarten-Aktion für Rentengerechtigkeit

Drei Punkte für Rentengerechtigkeit bei Kindererziehung

KDFB startet am Muttertag Postkarten-Aktion

Köln, 8.5.2013 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) startet am 12. Mai 2013, dem diesjährigen Muttertag, eine Postkarten-Aktion für mehr Generationengerechtigkeit. Damit appellieren Frauenbundfrauen an ihre örtlichen Bundestagskandidatinnen und –kandidaten, sich für die Gleichbehandlung aller Mütter bei der Anerkennung von Kindererziehungszeiten bei der Rente einzusetzen.

Die Postkarten-Aktion steht unter dem Slogan „Bekommt Ihre Mutter, was sie verdient?“ und dauert bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013. Der KDFB hält die derzeitige Rentenbestimmung für ungerecht,  nach der erst ab 1992 drei Jahre Erziehungszeit (= 3 Entgeltpunkte) geltend gemacht werden können. Für früher geborene Kinder wird bislang nur ein Jahr anerkannt. Nach heutigem Rentenwert (für Westdeutschland) bedeutet dies: für nach 1992 geborene Kinder gibt es eine monatliche Rente von 84,21 Euro, für früher Geborene lediglich 28,07 Euro.

„Wer Kinder erzieht, leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Gerade diejenigen Frauen, die in der Vergangenheit die Hauptverantwortung für Familienarbeit übernommen haben, die in der Regel bei Familiengründung ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben oder erheblich reduziert heben, dürfen mit Blick auf ihre Zukunft nicht zu Verliererinnen werden“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Frauen der 1970er und 1980er Jahre hatten kaum Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Beruf. Es fehlten Kinderbetreuungsplätze und familienpolitische Maßnahmen wie Elterngeld und Erziehungszeit.

Nach Meinung des KDFB müssen dringend sozial-politische Weichen für die Zukunft gestellt werden. „Wir fordern die Politik auf, jetzt für Generationengerechtigkeit zu sorgen, denn damit verhindert sie nicht nur eine drohende Altersarmut von Frauen, sondern trägt auch langfristig zur Entlastung der Sozialsysteme bei“, so Flachsbarth.

Der KDFB und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hatten bereits 2012 in einer Unterschriftenkation drei Rentenpunkte gefordert. Über 202.000 Unterschriften wurden an Bundesministerin von der Leyen übergeben.

Ute Hücker, Pressereferentin

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen.

Hier erhalten Sie Hintergrundinformationen zur Postkarten- Aktion.