KDFB

Generationen - gemeinsam Zukunft gestalten: Klimagerechtigkeit

Aktuelles und Hintergründe zum Jahresthema 2010

Klimagerechtigkeit

Das diesjährige Jahresthema des KDFB lautet „Generationen – gemeinsam Zukunft gestalten: Klimagerechtigkeit“. Der Schwerpunkt ergibt sich aus der konsequenten Auseinan­dersetzung des Verbandes mit Schöpfungs­verantwortung, Klimawandel und Klima­schutz. Für die heutigen und die kommenden Generationen will der Frauenbund Zu­kunftswege bereiten.

Indem wir jetzt handeln und als starker Frauenverband in Kirche und Gesellschaft unsere Stimme erheben, tragen wir zur Bewahrung der Schöpfung, zu Frieden und Gerechtigkeit bei. Uns ist wichtig, dass wir neben Forderungen an politisch Verantwortliche auch selbst einen aktiven Beitrag zum Klima­schutz leisten, z.B. durch die Fastenaktion „7 Wochen miteinander in eine nachhaltige Zukunft“ oder durch das Projekt „fürs klima. unsere ernährung“ des Verbraucher­Service im KDFB.

Klimagerechtigkeit beginnt dort, wo wir aktiv Bewusstseins- und Verhaltensänderungen im Alltag herbeiführen. Dadurch legen wir schon heute den Grundstein für eine lebenswerte Welt von morgen. Als Christinnen sind wir deshalb aufgerufen, Gegenwart und Zukunft so mitzugestalten, dass künftige Generationen überall ein erfülltes und gerechtes Leben führen können. Der Frauenbund engagiert sich schon seit vielen Jahren für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und eine nachhaltige Zukunft.

 

 

Arbeitshilfe zum Jahresthema 2010

 

 

Zum Jahresthema 2010 „Generationen – gemeinsam Zukunft gestalten: Klimagerechtigkeit“ gibt es eine 40-seitige Arbeitshilfe mit verschiedenen Materialien und Anregungen für die praktische Umsetzung vor Ort. Vorgestellt werden Themenabende, Studientage, die KDFB-Fastenaktion 2010, spirituelle Impulse und weiterführende Informationen zum Thema Klimagerechtigkeit.

 

Die Arbeitshilfe ist zum Preis von 2,- Euro zzgl. Porto erhältlich bei:

 

KDFB-Bundesgeschäftsstelle                              

Kaesenstraße 18                                                   

50677 Köln                                                             

Telefon: 0221 / 860 920                                        

E-Mail: bundesverband@frauenbund.de             

oder über die Bestellfunktion auf www.frauenbund.de unter „Service und Kontakt“.

 

 

KDFB-Fastenaktion

"7 Wochen miteinander in eine nachhaltige Zukunft"

 

 

 

Mit Aschermittwoch startet am 17. Februar 2010 erneut die Fastenaktion „7 Wochen mit­einander in eine nachhaltige Zukunft“. Im Mittelpunkt steht diesmal die klimafreundli­che Ernährung, ein ganz praktisches Beispiel für tatsächlichen Klimaschutz. Dabei geht es um die Überprüfung eigener Konsumgewohnheiten und um das Einüben neuer Verhaltensweisen.

 

 

Der Frauenbund setzt seine gute Kooperation mit MISEREOR fort und beteiligt sich auch 2010 an deren Fastenaktion (www.misereor.de). Dabei lag die Gestaltung der 3. Fastenwoche „klimafreundlich essen!“ in den Händen des Frauenbundes. Die gesamte Aktion lautet: "7 Wochen - 7 Impulse - 7 Aktionen".

 

„Klimafreundlich essen!“

 

 

Fasten meint: Gewohnheiten überdenken, Neues zulassen, Verhalten ändern. Eine klimafreund­liche Ernährung ist sowohl ein Fasten-Beitrag als auch ein Beispiel für praktischen Klimaschutz. Jede Einzelne kann etwas tun!

 

 

Umsetzungsvorschläge

 

für jede Person: Ersetzen Sie eine Woche lang Fleisch und Wurst durch saisonales und regio­nales Gemüse, Obst, Brot, Kartoffeln. Die Klimabelastung durch die Erzeugung tierischer Le­bensmittel ist nämlich deutlich höher als bei pflanzlichen Lebensmitteln.

 

für eine Gruppe: Bilden Sie eine „Wir-essen-für´s-Klima-Gruppe“, die mehrmals in der Wo­che oder der Fastenzeit zusammenkommt und sich mit klimafreundlicher Ernährung beschäftigt. Sie können Rezepte austauschen, zum Klimafrühstück einladen, gemeinsam ein fleischloses Es­sen für die Familie oder die Gruppe planen und zubereiten.

 

für die Gemeinde: Veranstalten Sie in Ihrer Gemeinde ein klimafreundliches Essen mit regio­nalen und saisonalen Produkten. Laden Sie viele Menschen ein, neue Erfahrungen mit einer kli­maschonenden Ernährung zu machen. Sie können dabei über die Klimabilanz der verwendeten Produkte informieren, z.B. über die Reduzierung von Treibhausgasen oder die Abholzung des Regenwaldes für Weideflächen und Futtermittelproduktionen.

 

Wie die Zusammenhänge von Klima und Ernährung aussehen und welche Schritte zu einem kli­mabewussten Verhalten führen, zeigt das Projekt fürs klima. unsere ernährung. des VerbraucherService im KDFB.

 

 

Klimafreundlich essen und genießen

 

Klimaschutz geht durch den Magen! Saisonales und regionales Obst und Gemüse, weniger tieri­sche Produkte, Beachtung kurzer Transportwege, ökologischer Anbau – all das sind klimascho­nende Möglichkeiten für eine gesunde, schmackhafte und zugleich umweltfreundliche Ernäh­rung. Die Entscheidung, was wir essen, wo wir einkaufen und wie wir Lebensmittel zube­reiten, bedeutet praktischen Klimaschutz.

 

Klimafreundliche Ernährung ist weder utopisch noch exotisch, sondern praktisch und lebensnah, gesund und lecker. Wer sich für mehr pflanzliche Produkte und für weniger tierische Erzeug­nisse entscheidet, leistet tatsächlichen Klimaschutz. Zur Information: Den größten Anteil am Treibhauseffekt im Bereich der Ernährung macht die Erzeugung tierischer Lebensmittel aus (44%), während die Erzeugung pflanzlicher Produkte nur 8% bei der Entstehung von Klima­gasen beträgt. Auch der regionale Einkauf entlastet die Umwelt, denn er bedeutet kürzere Wege, weniger Verpackungsmüll sowie eine Stärkung der regionalen Landwirtschaft.

 

Eine klimabewusste und damit verantwortungsvolle Ernährung beginnt mit dem Einkauf. Re­gionale Lebensmittel können z.B. bei Hofläden, Wochenmärkten oder durch Selbsternte direkt beim Erzeuger bezogen werden. Auch Bio-Supermärkte oder Naturkostläden haben entspre­chende Produkte in ihrem Angebot. Weitere Bezugsquellen sind Lebensmittelgeschäfte mit re­gionalem Sortiment, Getreidemühlen oder kleine Bäckereien.

 

 

siehe auch: Klimaprojekt des VerbraucherService im KDFB

 

 

 

Downloads und Links

Downloads: 

Links: 

 

Außerdem:

·      Zentralkomitee der deutschen Katholiken:

Die Erklärung des ZdK zum Klimaschutz „Schöpfungsverantwortung wahrnehmen – jetzt handeln!“ (November 2008) enthält interessante Hinweise und Querverweise zu anderen Organisationen. Zu beziehen über: www.zdk.de

 

·      Deutsche Bischofskonferenz:

Schrift der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen / Kommission Weltkirche aus dem Jahr 2007: „Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit“. Zu beziehen über: www.dbk.de