Arbeitsgemeinschaft kath. Frauenverbände und -gruppen
Katholische Frauenverbände: Eindeutiges Ja zum II. Vatikanum
Bonn, 13. Februar 2009 Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Frauenverbände und -gruppen begrüßt, dass Papst Benedikt XVI. jeder Leugnung des Holocaust eine klare Absage erteilt hat und dass der Dialog mit dem Judentum auf der Grundlage der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils fortgesetzt wird. „Wir bitten Papst Benedikt XVI., nun auch eindeutig klarzustellen, dass eine Rückkehr der Bischöfe der Piusbruderschaft Pius X. in die katholische Kirche nur unter der Bedingung möglich ist, dass sie die Beschlüsse des II. Vatikanums anerkennen“, so das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft.
Mit Sorge sehen die Frauenverbände, dass Bischöfe und Priester der Piusbruderschaft Pius X. sich weiterhin öffentlich gegen das II. Vatikanische Konzil stellen und trotz Verbot erneut Priester weihen wollen. Die Frauenverbände befürchten, dass mit der Aufhebung der Exkommunikation Teile der katholischen Kirche hinter das II. Vatikanische Konzil zurück fallen. „Wie sind in Sorge um die Glaubwürdigkeit unserer Kirche“, äußert sich das Präsidium. „Als Frauen, die sich in Gemeinden und Verbänden engagieren, sehen wir uns zunehmend unter Druck gesetzt, uns in unserem Umfeld für die Entscheidung Papst Benedikt XVI. rechtfertigen zu müssen, die wir selbst nicht mittragen können. Wir können nicht mehr glaubhaft vermitteln, warum zum Beispiel Geschiedene-Wiederverheiratete von der Eucharistie ausgeschlossen werden, Traditionalisten aber in die Kirche zurück geholt werden sollen, die sich so eindeutig gegen die Lehre der katholischen Kirche stellen.“
Die Arbeitsgemeinschaft fordert daher ihre Mitgliedsverbände auf, sich an der von Christinnen und Christen deutschsprachiger Länder gestarteten Petition „Für die uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils“ (www.petition-vaticanum2.org) zu beteiligen und damit ein Zeichen zu setzen, dass die Konzils-Beschlüsse unabdingbare Grundlage für das Leben in der Kirche sind.
Der seit 1949 bestehenden Arbeitsgemeinschaft gehören 20 katholische Frauenverbände und -gruppen mit insgesamt rund einer Million Mitgliedern an. Die AG wird von einem Team geleitet: Marcella Hien (Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes), Maria Theresia Opladen (Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands) und Gertrud Singer (Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund).
Redaktion: Gabriele Klöckner
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