Bildung als Schlüssel gelingender Integration
KDFB unterstützt Interkulturelle Woche
Köln, 20.9.2010 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) unterstützt die diesjährige Interkulturelle Woche, die vom 26. September bis 2. Oktober 2010 bundesweit unter dem Motto „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“ stattfindet.
„Es ist in der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion dringend erforderlich, konkrete Maßnahmen für eine umfassende Integration zu ergreifen und umzusetzen. Wir müssen viel mehr als bisher vom Reden zum Tun kommen und so Perspektiven für zukünftiges Zusammenhalten und Zusammenleben schaffen“, stellt KDFB-Präsidentin Ingrid Fischbach fest. Dies betreffe Deutsche und Menschen mit Migrationshintergrund in gleicher Weise.
Der Katholische Deutsche Frauenbund betrachtet Bildung und Ausbildung als Schlüssel für gelingende Integration. Die Situation und Förderung von Frauen und Mädchen ist dabei besonders im Blick. Das Erlernen der deutschen Sprache sowie eine gute Bildung, Ausbildung und Qualifizie-rung bedeuten wesentliche Voraussetzungen für Chancengleichheit in allen Lebensbereichen. „Es sind die Frauen, die die Integration der nächsten Generation entscheidend prägen. Deshalb müssen ihre Potenziale gestärkt und ihre Möglichkeiten zur sozialen, gesellschaft-lichen, politischen und kulturellen Teilhabe verbessert werden“, heißt es in einer 2007 verabschiedeten Erklärung des Verbandes.
„Integration ist nicht allein Aufgabe des Staates, sondern sie ist vielmehr Beziehungsarbeit, die alle Bürgerinnen und Bürger im Alltag leisten können“, erklärt Ingrid Fischbach, Präsidentin des Frauenbundes. So gebe es im Verband auf allen Ebenen vielfältige Projekte, in denen deutsche Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund einander begegnen. Frauenbundfrauen organisieren z.B. internationale Gesprächskreise, Frauenfrühstücke und Seminare, initiieren Lerngruppen für Ausländerinnen, bieten internationale Mutter-Kind-Gruppen an und ermöglichen interkultu-rellen und interreligiösen Austausch.
Gegenseitiger Austausch, voneinander lernen und sich in seiner Anders-artigkeit angenommen wissen fördern das Zusammenleben und sind eine konkrete Hilfe bei der Lösung von Integrationsproblemen. „Dieser Prozess erfordert ein hohes Maß an Offenheit und Wertschätzung, Respekt und Toleranz“, erklärt KDFB-Präsidentin Fischbach. Die Interkulturelle Woche trage auf ihre Weise dazu bei und rege zu konkreten Veränderungen im eigenen Umfeld an.
Ute Hücker
Pressereferentin
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 220.000 Mitgliedern. Seit seiner Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Gesellschaft, Politik und Kirche ein.
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