KDFB
14.05.12

KDFB begrüßt Bestattungsrecht für Sternenkinder

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„Sternenkinder sind Menschen und kein Kliniksondermüll"

KDFB begrüßt Bestattungsrecht für nicht lebensfähige Kinder

Köln, 14.5.2012 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts, dass zukünftig totgeborene oder nicht lebensfähige Kinder unter 500 Gramm eine standesamtliche Registrierung erhalten und auch eine normale Bestattung möglich wird.

„Wir freuen uns, dass sich Bundesministerin Dr. Kristina Schröder für eine Änderung im Bestattungsrecht bei nicht lebensfähigen Kindern, die in einem sehr frühen Stadium zur Welt kamen, eingesetzt hat“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Damit bekommt die Würde des Menschen, die nach Auffassung des Frauenbundes uneingeschränkt von der Zeugung bis zum Tod gilt, eine neue Dimension.

Mit der Entscheidung des Bundeskabinetts erhalten Eltern nun auf eigenen Wunsch eine Bescheinigung, in der Name, Geschlecht, Geburtstag und –ort sowie die Namen von Mutter und Vater eingetragen sind. Mit diesem Dokument können sie eine ordentliche Beerdigung einfordern. „Für die betroffenen Eltern, Geschwister und Großeltern ist es wichtig, dass sie sich in dieser schwierigen und traurigen Situation angemessen von dem Kind, auf das sie sich gefreut haben und mit dem sie als Familie zusammen leben wollten, verabschieden zu können“, so Maria Flachsbarth. Der KDFB ist froh über die veränderte gesetzliche Regelung, die das Kind unabhängig vom Gewicht als Mensch anerkennt.

Bisher wurden sogenannte „Sternenkinder“, die weniger als 500 Gramm wogen, nicht als Personen anerkannt und auf keinem Standesamt registriert. Formal gesehen standen sie auf einer Stufe mit Kliniksondermüll. Pro Jahr gibt es in Deutschland etwa 1.500 „Sternenkinder“.

Ute Hücker,
Pressereferentin

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 220.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teil habe von Frauen und Männern in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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