KDFB
24.04.2009

KDFB feiert "Tag der Diakonin"

Köln, 24. 4.2009 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) feiert am 29. April, dem Festtag der heiligen Katharina von Siena, den „Tag der Diakonin“. Dieser 1998 vom Frauenbund eingerichtete Gedenktag beinhaltet die Forderung, Frauen zum diakonischen Dienst in der Kirche offiziell zuzulassen. „Die meisten diakonischen Aufgaben in der Kirche werden bereits von Frauen geleistet, sei es als Katechetin in der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, als Leiterin von Glaubensgesprächen, Wortgottesdienstfeiern oder bei Krankenbesuchsdiensten“, stellt Ingrid Fischbach, Präsidentin des 220.000 Mitglieder starken Frauenbundes, fest. Ohne das Engagement von Frauen würde ein Großteil des pastoralen und karitativen Handelns in der Kirche nur begrenzt stattfinden. Katharina von Siena erinnere Frauen daran, sich engagiert und unerschrocken in Kirche, Gesellschaft und Politik einzubringen.

Für den Frauenbund ist der Diakonat der Frau ein notwendiges Zeichen für die Gleichrangigkeit von Männern und Frauen beim Dienst in der Nachfolge Jesu Christi. „Immer wieder gibt es Frauen, die sich zur Diakonin berufen fühlen und die sich bewusst in den Dienst der Gemeinde stellen lassen möchten. Ihre Gaben und ihre besondere Spiritualität müssen gefördert und anerkannt werden“, stellt Fischbach fest und verweist auf die entsprechenden Beschlüsse der Würzburger Synode. 

Seit 1999 haben sich 23 Frauen in zwei dreijährigen Kursen des „Netzwerk Diakonat der Frau e.V.“ auf Tätigkeiten als Diakonin ausbilden lassen. Die Ausbildungsordnung entspricht der von männlichen Diakonen. Der KDFB unterstützt das Netzwerk und hofft, dass sich die Verantwortlichen in der katholischen Kirche endlich für den Diakonat der Frau aussprechen und ihn als Bereicherung für christliches Leben aus dem Glauben betrachten. „Die sakramentale Einbeziehung von Frauen in kirchliche und diakonische Strukturen wäre ein sinnvolles und Mut machendes Zeichen für die Zukunft“, lautet das Fazit von KDFB-Präsidentin Fischbach. 

Redaktion: Ute Hücker 

Katharina von Siena kümmerte sich Ende des 14. Jahrhunderts mit Hingabe um Alte, Kranke und Verstoßene. Sie war eine gläubige und mystische Frau, lebte in strenger Askese und führte ein kontemplatives Leben. Immer wieder wies sie öffentlich auf kirchliche, gesellschaftliche und politische Missstände hin, äußerte Kritik am Handeln der Verantwortlichen. Neben ihrer sozialen und karitativen Tätigkeit beriet sie Bischöfe und Päpste und trat als Vermittlerin bei Friedensverhandlungen auf. Im Jahr 1461 sprach Papst Pius II. sie heilig, Papst Johannes Paul II. ernannte sie 1999 zur Schutzheiligen Europas.

 

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