KDFB

Broschüren zum Schwerpunktthema

Die Broschüren knüpfen inhaltlich an die dreiteilige Veranstaltungsreihe des Bundesverbandes 2012 an, die sich mit gerechteren Finanz- und Wirtschaftssystemen, Generationengerechtigkeit und der Bedeutung von Frauen bei der Prävention und Lösung von Konflikten weltweit beschäftigten. Die beiden Broschüren nehmen Teile dieser Fragestellungen wieder auf.

Unter dem Titel „In Frieden handeln“ stellt die eine der Handreichungen die langen Wege und kontinuierlichen Bemühungen von Frauen vor, sich in Kriegen und Krisen für ihre Rechte einzusetzen. Sie berichtet über die Versuche, weltweit Frieden zu finden und zu wahren und fragt, wie Frauen sich in solchen Situationen beteiligt haben und beteiligen können.

Das zweite Heft setzt sich vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise mit den Möglichkeiten nachhaltigen und verantwortungsbewussten Handelns auseinander. Unter dem Titel „Nachhaltig wirtschaften“ werden notwendige gesellschaftliche Weichenstellungen aufgeführt aber ebenso Optionen, die im Alltag für Weichenstellungen und ein Umdenken im Kleinen sorgen können.

 

Die beiden Handreichungen möchten eine Einstiegshilfe für die Auseinandersetzung mit dem Thema bieten und motivieren, sich auf dieser Basis intensiver mit den einzelnen Aspekten zu beschäftigen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Schwerpunktthema 2013 - 2014

Gedanken zum Logo und zum Thema

Das Logo – eine Wort-Bild-Marke in den Farben des Frauenbundes – greift die Aspekte „Frieden und Gerechtigkeit“ auf, mit denen sich der KDFB 2013 / 2014 in seienem Schwerpunktthema befassen wird.

Beide Begriffe erscheinen unvollständig: da fehlt etwas am Frieden und an Gerechtigkeit. Dazwischen das Wort „voll“. Ein Bindeglied. Friedvoll und voll gerecht. Zwei Sprachtypen - und damit auch unterschiedliche Generationen – begegnen sich: das geerdete und traditionsbehaftete Wort „friedvoll“, das mehr meint als „friedlich“, trifft auf den jugendgemäßen Ausdruck „voll gerecht“.

Es geht um vollen Frieden und volle Gerechtigkeit – für die Welt, für Frauen und Männer. Der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit findet sich im stilisierten Frauen- und Männersymbol. Beide kommen aus dem Wort „voll“, sind gleich groß und deuten die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Gesellschaft und Kirche an. Dieses Ziel verfolgt der KDFB seit seiner Gründung 1903. Geschlechtergerechtigkeit ist unverzichtbarer Bestandteil im Engagement für den kleinen und den großen Frieden. Für Frieden in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz, in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kirche und Welt.

Die beiden Symbole, in Verbindung mit „voll“, lassen ein Kreuz erahnen, das Kreuz aus dem KDFB-Logo. Es steht in Magenta, einer kraftvollen und dynamischen Farbe. Frauen und Männer, verbunden in einem Kreuz, symbolisieren eine partnerschaftliche Kirche. Frauen und Männer, verbunden durch den Kreis, stehen sich gegenüber und bilden doch eine Einheit. Der Kreis steht auch für die Welt, die von Frieden und Gerechtigkeit umrahmt ist.

Die Wort-Bild-Marke besteht aus Großbuchstaben. Sie sehen aus wie von Hand geschrieben, haben dieselbe Größe, stehen gleichbedeutend beieinander. Die drei Begriffe – trotz ihrer Unvollständigkeit – strahlen Energie, Zuversicht und Selbstbewusstsein aus. Sie sind klar erkennbar, jedes Wort steht für sich und doch gehören sie zusammen. Sie drücken Stärke, Stabilität, Individualität und Harmonie aus – trotz oder weil sie unvollständig sind, im geschriebenen wie im übertragenden Sinn.

Der Pfeil gibt dem Logo einen gewissen Schwung. Verändert man den Blickwinkel „Männersymbol“  und sieht stattdessen das O als Welt, Gesellschaft und als Kirche und den Pfeil als Bewegung nach oben, entsteht daraus eine neue Sichtweise für das Engagement von Frauen für Frieden und Gerechtigkeit. Der Pfeil ist ein Symbol für Aufbruch und Aufschwung. Er stellt nichts in Frage, sondern verweist auf den Einsatz von Frauen für eine zukunftsfähige Welt.

 

Weitere Gedanken zum Thema „Frieden und Gerechtigkeit“

Friedliches Zusammenleben ist abhängig von menschlichem Handeln und braucht die Bereitschaft zum Dialog und zur Veränderung, um eine Kultur des Friedens aufzubauen. Die Förderung einer Friedenskultur beginnt beim einzelnen Menschen und seinem inneren Frieden, weitet sich aus auf das Zusammenleben zwischen Generationen, Milieus, Religionen. Im internationalen Kontext gesehen ermöglicht die Entwicklung und Förderung einer Friedenskultur die Betrachtung und Beeinflussung politischen Handelns und die Unterstützung ziviler Friedensdienste.

Geschlechtergerechtigkeit setzt bei der gleichberechtigten Teilhabe (gemeint sind Aufgaben, Herausforderungen, Zuständigkeiten, Bildung) von Frauen und Männern im Prozess der Herstellung und Sicherung von Frieden und Gerechtigkeit an. Im Blick sind dabei Unrechtsstrukturen auf nationaler und internationaler Ebene. Damit knüpft die Fokussierung auf Geschlechtergerechtigkeit (Gleichberechtigung von Frauen und Männern aller Generationen und Berufsstände) an die Anfänge des Frauenbundes an, als sich die Gründerinnen und Frauen der ersten Jahre für eine gründliche sozialpolitische Bildung christlicher Frauen stark machten und sich ebenso für die Beseitigung sozialer Missstände einsetzten. Dieses Ziel erhält eine besondere Bedeutung mit Blick auf anstehende Landtags- und Bundestagswahlen in 2013 und 2014.

Geschlechtergerechtigkeit trägt zur Förderung des Friedens bei und muss immer wieder auch von politisch Verantwortlichen eingefordert werden. Mit Blick auf die aktuelle gesellschafts- und weltpolitische Situation gehört die Anmahnung frauen- und geschlechtergerechter Bestrebungen zur Umsetzung der UN-Resolution 1325 sowie die Unterstützung der Arbeit von UN Women Nationales Komitee Deutschland zu den Aufgaben einer geschlechtergerechten Politik, der sich Frauen stellen sollten, um ihren Beitrag zu mehr Frieden und Sicherheit zu leisten.