Der KDFB gratuliert Dr. Ursula Hansen zum 90. Geburtstag
Der KDFB gratuliert seiner ehemaligen Präsidentin Dr. Ursula Hansen zu ihrem 90. Geburtstag und dankt einer außergewöhnlichen Frau, die den Verband mit großem Weitblick, Tatkraft und unermüdlichem Einsatz geprägt hat.
Dr. Hansen leitete den KDFB als Präsidentin von 1991 bis 1999. In dieser Zeit hat der Frauenbund spürbar an politischem Gewicht gewonnen und sich mit klaren Stellungnahmen in gesellschaftliche Debatten eingebracht. Bereits zuvor war sie über viele Jahre in verschiedenen Funktionen aktiv: 20 Jahre lang als Vorsitzende des Zweigvereins Prüm und neun Jahre als Vizepräsidentin im Bundesvorstand.
Ihr Wirken war dabei stets von einem tiefen Sinn für soziale Gerechtigkeit, politische Partizipation und solidarisches Handeln geprägt. Auch die internationale Vernetzung katholischer Frauenverbände lag ihr sehr am Herzen – etwa durch ihre aktive Mitarbeit im Vorstand der Weltunion katholischer Frauenverbände (WUCWO) oder ihr Engagement auf der Weltfrauenkonferenz in Peking.
Ein Meilenstein in ihrer Amtszeit war die Einführung des „Tags der Diakonin“ am 29. April als deutliches Zeichen für die Forderung nach der Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen. Dieses Anliegen bewegt uns im Frauenbund bis heute – gemeinsam mit anderen Gruppen und Vereinen treten wir weiterhin für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche ein, nach wie vor auch am 29. April, den wir mittlerweile als „Tag der Diakonin +plus“ begehen.
Dr. Hansens Idee, Studienkommissionen auf Bundesebene zu etablieren, verdanken wir eine bis heute tragende Säule der inhaltlichen Arbeit im Verband. Sie hat Themen gesetzt, die auch unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bis heute relevant sind.
Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement im KDFB übernahm die engagierte CDU-Politikerin und überzeugte Christin zahlreiche verantwortungsvolle Ämter in Gesellschaft, Politik und Kirche. Von 1985 bis 1990 war Ursula Hansen Ministerin für Soziales und Familie des Landes Rheinland-Pfalz. In dieser Funktion engagierte sie sich insbesondere für familienpolitische Verbesserungen und richtete dabei ihr Augenmerk besonders auf die Situation Alleinerziehender.
Darüber hinaus war sie Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Beraterin der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, Präsidentin der Edith-Stein-Gesellschaft, Vorsitzende des Vorstands der Conterganstiftung, Mitglied im Kuratorium des Müttergenesungswerks sowie Vorstandsmitglied im Deutschen Frauenrat und in der Weltunion katholischer Frauenverbände (WUCWO).
Für ihr vielfältiges Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1989), dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1997) und der Päpstlichen Auszeichnung „Komturdame mit Stern des Ordens des Heiligen Gregorius“ (1999).
Zu ihrem 90. Geburtstag wünscht der KDFB Dr. Ursula Hansen von Herzen Gesundheit, Kraft, Lebensfreude und Gottes reichen Segen.
