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Beschreibung

Als Frauenbund arbeiten wir seit unserer Gründung daran, strukturell begründete Missstände, die stark zu Lasten von Frauen* gehen, abzubauen. Die Verwendung von „Frau“ und „Mann“ ist deswegen weiterhin notwendig, um geschlechtsspezifische Benachteiligungen sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist es für uns selbstverständlich, geschlechtliche Identitäten anzuerkennen und Sexualität in ihren verschiedenen Dimensionen zu sehen. Dies schließt eine Sprache ein, die die Vielfalt von Genderidentitäten berücksichtigt. Im Fließtext sprechen wir daher von Frauen* und Männern*
– Studien ausgenommen.

Wie steht es um die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland?

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ heißt es in Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. 1949 wurde mit diesem Artikel die rechtliche Grundlage für die Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland geschaffen. Bis zur tatsächlichen Gleichstellung aller Menschen in allen Lebens-bereichen ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Immer noch werden Frauen* beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und in ihrem alltäglichen Leben benachteiligt und diskriminiert. Noch immer erhalten Frauen* im Mittel geringere Löhne als Männer*, haben geringere Karrierechancen und oft ein höheres Risiko für Altersarmut. Auch in der unbezahlten Fürsorge gibt es großen Handlungsbedarf.

Zugleich steht die Gleichstellungspolitik aktuell vor besonderen Herausforderungen: wenn sie sich lediglich auf Frauen* und Männer* bezieht, wird sie weder den Debatten um (Mehrfach-) Diskriminierung noch einem diversen Geschlechterbegriff gerecht. Gleichstellung muss daher stets unter der Perspektive eines diversen Geschlechterbegriffs sowie komplexen intersektionalen Voraussetzungen weitergedacht werden. Intersektionalität beschreibt dabei die Überschneidung und Gleichzeitigkeit verschiedener Diskriminierungskategorien gegenüber einer Person.

Im aktuellen Koalitionsvertrag heißt es: „Die Gleichstellung von Frauen und Männern muss in diesem Jahrzehnt erreicht werden.“ Die Bundesregierung möchte sich mit verschiedenen Maßnahmen dafür einsetzen. Um die Kluft zwischen den Geschlechtern – den sog. Gender Gap – konsequent und in ihren Ursachen zu bekämpfen, ist jedoch darüber hinaus gesamtgesellschaftliches Engagement nötig. Hier sind wir alle gefragt: Gemeinsam müssen wir tradierte Geschlechterrollen und Geschlechterstereotype hinterfragen und strukturelle Diskriminierung abbauen.

Als gesellschaftspolitisch engagierter Frauenverband macht sich der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) seit 1903 für die Anliegen von Frauen* stark. Diese Broschüre ist ein weiteres Puzzlestück unserer Verbandsarbeit!

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