KDFB

Landfrauenvereinigung e.V.

Aufgaben, Ziele und Vorsitz

Die Landfrauenvereinigung des KDFB (LV) ist der Zusam­menschluss der KDFB-Mitglieder im ländlichen Raum. Ihr Ziel ist die Förderung und Weiterbildung der Frauen in ihren Lebensbereichen, sowie die Vertretung der Interessen der Landfrauen gegenüber staatlichen Stellen in der Öffent­lichkeit und in der Kirche.

Die LV vertritt die Frauen in verschiedenen politischen Gremien und versucht dort sowie in der Öffentlichkeit ihre Anliegen deutlich zu machen.

Durch die Bildungsarbeit der LV sollen Frauen gestärkt werden und ihnen sollen in Theorie und Praxis Wissen und Fähigkeiten vermittelt werden, die dem besseren Miteinander in Dorf, Kirche und Gesellschaft dienen. Da auf dem Land nicht nur Bäuerinnen leben, sind die Bildungsangebote für alle Frauen im ländlichen Raum gedacht. So ist die Weiterbildung der Frauen ein Ziel und ein wichtiger Schwerpunkt der LV-Arbeit, damit engagierte Frauen eine Lobby im ländlichen Raum haben und ihren Lebensraum selbst mitgestalten können.

Inhalte der Bildungsarbeit sind u.a. die ländliche Entwicklung, Umwelt- und Naturschutz, Schöpfungspastoral, Landwirtschaft - Erzeuger - Verbraucher, Dorfentwicklung / Dorferneuerung, christliche Bräuche im Kirchenjahr, Kulturarbeit auf dem Land, nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

Die Bildungsarbeit der LV ist auch in Zukunft wichtig, da die Strukturver­änderungen vor dem ländlichen Raum nicht Halt machen. Die LV setzt sich dafür ein, dass er langfristig eine gesicherte Lebens- und Existenzgrundlage bieten kann.

Zur Arbeit der Landfrauenvereinigung in Bayern siehe auch:

Bayrische Landfrauenvereinigung im KDFB

Veranstaltungen

Bundesarbeitstagung 2017 im Kloster Donndorf, Thüringen

Wie vertragen sich Bewahrung der Schöpfung und moderne Landwirtschaft miteinander? Um diese Frage ging es bei der Bundesarbeitstagung der Landfrauenvereinigung des KDFB, die vom 11. bis 14. September im Kloster Donndorf (Thüringen) stattfand. Rund 50 Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit der päpstlichen Sozial- und Umweltenzyklia „Laudato Si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“, die Papst Franziskus im Mai 2015 veröffentlicht hat. Der Weimarer Diplom-Biologe Christoph Arenhövel gab einen Einblick in die Entstehungsgeschichte und die wesentlichen Inhalte dieser Enzyklika, die sich in sechs Kapiteln mit dem Umwelt- und Klimaschutz, sozialer Ungerechtigkeit und der Erschöpfung der Ressourcen auseinandersetzt. Papst Franziskus ruft dazu auf, das gemeinsame Haus verantwortlich zu bestellen, damit es eine gerechte Lebensgrundlage für alle Menschen bietet und für nachfolgende Generationen auch noch lebenswert ist.

Was das für die Entwicklung des ländlichen Raums bedeuten kann, erläuterte Karin Kowol vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Beispiel der über 1.300 Kilometer langen ehemaligen innerdeutschen Grenze. Das sogenannte Grüne Band habe sich vom Todesstreifen zur Lebenslinie entwickelt. In dem Gebiet zwischen Stacheldraht und Grenzpatrouillen sei die Natur nahezu unberührt. In den Altgrasbrachen, Niedermooren und Auwäldern hätten bedrohte Tier- und Pflanzenarten eine Heimat gefunden. Allerdings sei der Fortbestand dieser einzigartigen Lebenslinie bedroht. Der BUND in Thüringen setze sich daher dafür ein, das Grüne Band als Nationales Naturmonument schützen zu lassen.

Positive Beispiele für eine naturnahe Entwicklung des ländlichen Raums stellte auch die CDU-Politikerin Gudrun Holbe vor. Sie ist Mitglied des thüringischen Landtags und Bürgermeisterin von Donndorf. Mit vielen Bildern informierte sie über den Ausbau des Naherholungsgebietes Hohe Schrecke, den neu gestalteten Unstrut-Radweg, die Jugendherberge in der restaurierten Wasserburg Heldrungen und den Geopark Kyffhäuser.

In weiteren Vorträgen beschäftigte sich Ulrich Oskamp von der Katholischen Landvolkbewegung Münster mit der europäischen Agrarpolitik und Manfred Pilch, Amtsleiter des Landwirtschaftsamts Bad Frankenhausen, mit der Landwirtschaft in der Region.

Beim traditionellen Exkursionstag besuchten die Landfrauen das Klostergut Mönchpfiffel mit seinem Hofladen und dem Heimatmuseum (www.moenchpfiffel.de). Viel Spaß hatten sie bei der eineinhalbstündigen Fahrt mit dem Planwagen durch die ausgedehnten Apfelbaumplantagen und Felder mit schwarzen Johannisbeersträuchern, die vom Klostergut bewirtschaftet werden. Beim Biohof Scharf in Ollendorf informierten sie sich über die Projekte „Mein Biokorb“ und „Mein Biobeet“ (www.biohof-scharf.jimdo.com). Überrascht waren die Frauen von der Erzeuger-Genossenschaft Neumark, bei der 1.600 Kühe in hellen und gut belüfteten Ställen nach neuesten Erkenntnissen einer modernen Viehwirtschaft gehalten werden (www.egneumark.de).

Gabriele Klöckner

Den Bericht zur Bundesarbeitstagung 2016 in Heppenheim an der Bergstraße können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.

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Bundesvorstand der Landfrauenvereinigung des KDFB e.V.

Bundesvorsitzende der Landfrauenvereinigung ist Bärbel Kräutle.

Stellvertretende Vorsitzende:

  • Rita Braunger
  • Christa Reiterer

Schatzmeisterin:

  • Margot Ampferl

Schriftführerin:

  • Elfriede Lochbihler

Beisitzerinnen:

  • Elisabeth Daubenmerkel
  • Gabi Engert
  • Regina Grimm
  • Inge Langer
  • Rosina Pallauf
Foto: KDFB
Das Foto zeigt den aktuellen Vorstand der Landfrauenvereinigung des KDFB.

Chronik 100 Jahre Landfrauenvereinigung