KDFB
05.03.2013

Internationaler Frauentag: Gleiche Chancen und gerechte Löhne für Frauen

Foto: Angelika Bardehle

KDFB zum Internationalen Frauentag

„Gleiche Chancen und gerechte Löhne für Frauen“

Köln, 6.3.2013 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) erinnert anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März an die weiterhin be­stehende Ungleichbehandlung von Frauen in Deutschland und weltweit. „Es ist unbegreiflich und frustrierend zugleich, dass die Arbeit und Leis­tung von Frauen für das Gemeinwesen immer noch geringer bewertet wird als die von Männern“, stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest.

Nach Meinung des KDFB hat sich zwar seit Bestehen des Internationalen Frau­entages 1911 viel für die Rechte von Frauen getan, z.B. die Einführung des akti­ven und passiven Wahlrechts oder der Zugang zu allen Bildungsformen, dennoch besteht dringender Handlungsbedarf zur Erreichung einer tatsächlichen Gleich­stellung. „Frauen dürfen nicht länger wegen ihres Geschlechtes benachteiligt werden. Sie müssen aufgrund ihrer nachweislichen Qualifikationen und Kompe­tenzen als ebenbürtig akzeptiert werden und bei Erwerbsarbeit, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten die gleichen Verwirklichungschancen erhalten wie Männer“, fordert Dr. Maria Flachsbarth.

Damit einher geht die Forderung nach gerechter Entlohnung. Es sei ein Skandal, so Flachsbarth, dass gerade typische Frauenberufe im Dienstleistungs­sektor oder in sozialen und gesundheitsorientierten Bereichen schlechter bezahlt werden als einige männerdominierte Berufe, obwohl sie teilweise anstrengender, verantwortungsvoller und äußerst wertvoll für die Gesellschaft sind. Viele Frauen, die als alleinige Ernährerin der Familie deren Unterhalt gewährleisten, benötigen sogar einen Zweitjob. Außerdem sind sie aufgrund einer geringeren Entlohnung nur bedingt in der Lage, ausreichend für die eigene Alterssicherung zu sorgen.

Am Internationalen Frauentag 2013 fällt  der Startschuss für die Aktionszeit des Equal Pay Day, dem Tag für gleiche Bezahlung, der bundesweit am 21. März stattfindet. Im Mittelpunkt steht das Thema „Lohnfindung und Entgeltgleichheit im Gesundheitswesen“. Hier arbeiten zu 80% Frauen, u.a. als Krankenschwester, sog. „Arzthelferin“, Hebamme oder Altenpflegerin. Sie zählen zu den Geringver­dienerinnen, obwohl sie sich zum Wohl der Menschen engagieren und über er­hebliche fachliche wie soziale Kompetenzen verfügen. Der Frauenbund beteiligt sich mit seinen Forderungen nach gerechten Löhnen und verbesserten Auf­stiegschancen am Equal Pay Day und ruft seine Mitglieder auf, sich öffentlich für die Interessen und Rechte von Frauen einzusetzen.

Ute Hücker, Pressereferentin

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 220.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleich-berechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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