KDFB

Internationaler Frauentag

KDFB fordert besseren Schutz für geflüchtete Frauen

Köln, 7.3.2016 – Zum Internationalen Frauentag, der am 8. März weltweit begangen wird, nimmt der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) die Situation von geflüchteten Frauen in den Blick. Der Verband fordert zur Verbesserung ihrer Lebenslage konkrete Schutzmaßnahmen und Unterstützungsangebote, auch beim Familiennachzug.

Mehr Schutz und Sicherheit für Frauen in Flüchtlingsunterkünften sind nach KDFB-Meinung dringend erforderlich. Dazu zählt auch der Schutz vor sexueller Gewalt, denen besonders allein reisende und allein erziehende Flüchtlingsfrauen ausgesetzt sind. „Die Würde von Frauen und Mädchen ist zu achten und ihre Rechte müssen immer und überall gewahrt werden“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Mit Blick auf die Aussetzung des Familiennachzugs, der zur Verschlimmerung der Situation geflüchteter Frauen beiträgt, sieht der KDFB Handlungsbedarf. „Wir appellieren an die Politik, im Rahmen der Härtefallprüfung die Bedürftigkeit großzügig auszulegen“, so Flachsbarth.

Um geflüchtete Frauen besser zu unterstützen, fordert der KDFB, dass alle Erstaufnahmeeinrichtungen über eine separate Unterbringung mit abschließbaren Räumlichkeiten und Sanitäreinrichtungen verfügen müssen. Auch Gesundheitsvorsorgen und Angebote für psychosoziale Hilfen sind dringend erforderlich. „Frauen und Mädchen brauchen mehr weibliche Ansprechpartnerinnen, an die sie sich bei Bedrohung, Erpressung oder bei sexuellen Belästigungen direkt wenden können“, so KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Hilfreich sind zudem Informationen über ihre Rechte und über Beratungsstellen in verständlicher Sprache.

Ausdrücklich dankt Maria Flachsbarth den vielen Ehrenamtlichen für die große Hilfsbereitschaft gegenüber Geflüchteten. Damit diese wichtigen Hilfsangebote langfristig erhalten bleiben, benötigen freiwillig Engagierte eine professionelle Unterstützung vor Ort. Daher seien Beratungsstellen für diese Aufgaben personell adäquat auszustatten, so Flachsbarth. 

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

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