KDFB

Schwangere in Konfliktlagen - Paragraph 219a

KDFB begrüßt Referentenentwurf

Köln, 06.02.2019 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Information über einen Schwangerschaftsabbruch ausdrücklich. „Der Entwurf stellt den Erhalt des Paragraphen 219a StGB sicher. Die Aufrechterhaltung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche fügt sich damit in die Gesetzeslogik des Paragraphen 218f ein“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth.

Der KDFB unterstützt das Vorhaben, vorhandene Informationsdefizite über Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs für schwangere Frauen in schweren Notlagen maßgeblich zu verbessern. „Frauen in existentiellen Krisen brauchen niedrigschwellige und umfassende Informationen sowie eine gute psycho-soziale Beratung in den Schwangerschaftsberatungsstellen. Eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Versorgung ist unbedingt notwendig, um Schwangere in Krisensituationen vor und nach ihrer Entscheidung gezielt begleiten zu können“, so Flachsbarth.

Für den KDFB hat dabei eine Beratung, die ergebnisoffen, aber zum Leben hin erfolgt, einen hohen Stellenwert. Einer schwangeren Frau sollen Angebote aufgezeigt werden, die es ihr ermöglichen, ihr Kind auf die Welt zu bringen oder sich für ein Leben mit dem Kind zu entscheiden.

Zum heute vom Bundeskabinett verabschiedeten Referentenentwurf hat der KDFB eine Stellungnahme abgegeben. Darin spricht er sich neben der Verbesserung der Informationslage für schwangere Frauen in Notlagen auch explizit für eine Klarstellung der Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten aus, die Schwangerschaftsabbrüche im Rahmen des §219a StGB durchführen.

Die Stellungnahme des KDFB zum Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz „Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Information über einen Schwangerschaftsabbruch“ finden Sie hier.

Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

Den Text der Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.