KDFB
31.03.2017

Diakonat der Frau

Foto: A. Bardehle

Diakonat der Frau ist zeitgemäß

KDFB dankt Bischof Fürst für seine klaren Worte

Köln, 31.03.2017 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) dankt Bischof Gebhard Fürst für seine Äußerungen zum möglichen Amt der Diakonin im Rahmen einer Festveranstaltung anlässlich des 100-jährigen Bestehens des KDFB im Bistum Rottenburg-Stuttgart.

„Wir freuen uns über die öffentliche Zusage von Bischof Fürst, das sakramentale Amt der Diakonin sei ein „Zeichen der Zeit“. Indem er den Dienst der Diakonin für bedeutsam hält und ihm sogar den Vorrang vor verheirateten Priestern gibt, stellt er sich an die Seite jener Frauen, die sich seit vielen Jahren für den sakramentalen Diakonat der Frau einsetzen“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth, die an einer Podiumsdiskussion zur Jubiläumsveranstaltung am 26.3.2017 in Stuttgart teilnahm.

Der Diakonat der Frau ist nach KDFB-Meinung Ausdruck für die Gleichrangigkeit und Gleichwertigkeit von Frauen und Männern beim Dienst in der Nachfolge Jesu. Die Einbeziehung von Frauen in alle kirchlichen und diakonischen Strukturen sieht der Frauenbund als sinnvolles und notwendiges Zeichen einer glaubwürdigen Kirche. „Frauen sind nicht nur zur Diakonie, sondern auch zum Diakonat berufen – jenem Amt, in dem sichtbar wird, dass diakonisches Wirken ins Herz der Kirche gehört“, stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Positives Beispiel ist für sie die am Sonntag in der kongolesischen Provinz Katanga vorgenommene erste Diakoninnenweihe in der stark wachsenden orthodoxen Kirche Afrikas.

Gerade zum bevorstehenden „Tag der Diakonin“ am 29. April, den der KDFB in Kooperation mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd),und dem Netzwerk Diakonat der Frau mit einer zentralen Veranstaltung in Stuttgart-Hohenheim gestaltet, ermutigt die Aussage von Bischof Fürst zur Fortsetzung des engagierten Einsatzes für den Diakonat der Frau. „Darüber hinaus denken wir gerne mit allen Bischöfen über Chance und Lebbarkeit des sakramentalen Frauendiakonats nach. Die „Zeichen der Zeit“, die auch im gemeinsamen Wort der deutschen Bischöfe „Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft“ 1981 benannt sind, sind aktueller denn je und fordern zum Handeln im Hier und Jetzt auf“, stellt Maria Flachsbarth fest.

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

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