KDFB
10.04.2017

Elisabeth Gnauck-Kühne

Foto: Archiv des KDFB

Elisabeth Gnauck-Kühne (1850 - 1917)

Kämpferin, Sozialpolitikerin, Frauenbundfrau

KDFB erinnert an Elisabeth Gnauck-Kühne

Köln, 10.4.2017 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) erinnert an den 100. Todestag von Elisabeth Gnauck-Kühne (1850 – 1917) am 12.4.2017. Sie gilt als Mitbegründerin des Frauenbundes und prägte den Verband maßgeblich hinsichtlich seiner frauen- und sozialpolitischen Arbeit.

Elisabeth Gnauck-Kühne konvertierte 1900 vom evangelischen zum katholischen Glauben, engagierte sich in der katholischen Frauenbewegung und gehörte zum Kreis jener Frauen, die 1903 den Katholischen Frauenbund gründeten. Zuvor hatte sie den Evangelischen Frauenbund mit ins Leben gerufen und sich als Kämpferin für die politische Schulung von Frauen und die Durchsetzung ihrer Gleichberechtigung in Staat und Gesellschaft einen Namen gemacht.

„Mit Elisabeth Gnauck-Kühne haben wir eine Sozialpolitikerin der ersten Stunde in unseren Reihen, auch wenn sie nie ein Vorstandsamt im Frauenbund wahrnahm“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Nach der Verbandsgründung 1903 hielt sie Vorträge und Seminare zu sozialpolitischen Fragen und schrieb dazu etliche Artikel in der Verbandszeitschrift „Christliche Frau“. Ihre wissenschaftlichen und praktischen Arbeiten zum Universitätsstudium der Frau, zu Arbeits- und Lebensverhältnissen der Arbeiterinnen, zur Bedeutung der Erwerbstätigkeit für Frauen und zur Emanzipation der Frau bestimmten die Arbeitsprogramme der ersten Zweigvereine im KDFB.

Der KDFB würdigt das ausgesprochen offensive Engagement von Elisabeth Gnauck-Kühne für die soziale Lage der Frau, für ihr Recht auf Arbeit und Bildung sowie für die Gleichwertigkeit der Geschlechter als wegweisend für seine gesellschaftspolitische Arbeit. Ebenso anerkennenswert ist ihr ökumenisches Engagement. „Als Katholikin hielt sie weiterhin Kontakt mit der evangelischen Frauenbewegung, was zur damaligen Zeit mit Blick auf die Konfessionen ungewöhnlich war. Evangelische und katholische Ansichten flossen in ihrem Denken und Handeln zusammen, so dass sie durchaus als eine Wegbereiterin der Ökumene anzusehen ist“, so KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

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