KDFB

Equal Care Day am 29.02.2020

Am 29. Februar ist der #EqualCareDay. Er will auf die immense Bedeutung von bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit aufmerksam machen. Care-Arbeit ist eine der wichtigsten Säulen, auf der unsere Gesellschaft steht. Und doch wird sie in Deutschland – wenn sie überhaupt registriert wird – nicht ausreichend anerkannt und honoriert. Aus diesem Grund liegt der Aktionstag auch auf dem 29. Februar.

Care-Arbeit beginnt mit der Geburtshilfe, meint aber auch Erziehungs- und Betreuungsberufe, Kranken- und Altenpflege, Arbeit im privaten Haushalt, in der Familie, im Ehrenamt ...

Weit über 80 % der beruflichen Care-Arbeit in Deutschland wird von Frauen geleistet. In privaten Haushalten leisten Frauen im Gesamtdurchschnitt 52,4 % mehr Familien- und Sorgearbeit als Männer, das entspricht zweieinhalb Stunden pro Tag. In Familien mit kleinen Kindern steigt diese Diskrepanz auf über 110 %.

Eine extreme Ungleichverteilung der Sorge-Arbeit zwischen den Geschlechtern. Männer bräuchten vier Mal so lange, um denselben Anteil an Fürsorge zu übernehmen. Care-Arbeit – das bedeutet viel Verantwortung, wenig Wertschätzung, geringe Bezahlung, geringe Renten. Dies ist ein wichtiger Grund, der zum Pay Gap in Deutschland beiträgt. Doch anders als beim Equal Pay Day, bei dem seit vielen Jahren über die ungleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit hingewiesen wird, Lösungswege diskutiert werden und generell die Gesellschaft sensibilisiert wird, gerät der Care Gap oft in den Hintergrund.

Deshalb setzt sich der KDFB für eine faire Bezahlung der professionellen Care-Arbeit, für den Abbau struktureller Diskriminierung fürsorgender Berufe und die gerechte Verteilung der privaten Care-Arbeit ein. Mehr: www.frauenbund.de  

#EqualCareDay

#GenderCareGap

#WirbewegenGesellschaft!