KDFB
16.03.2017

Equal Pay Day

Foto: KDFB

Mitglieder der Gesellschaftspolitischen Kommission des KDFB beim EPD-Kongress (v.l.n.r.:) Patricia Deertz, Liselotte Feller, Monika Arzberger, Dr. Heike Berger, Marianne Bäumler

„Lohnlücken schließen - Entgeltgleichheit herstellen!“

KDFB zum Equal Pay Day

Köln, 16.3.2017 – Der diesjährige Equal Pay Day (EPD) wird am 18. März zum zehnten Mal in Deutschland begangen. Als „Tag für gleiche Bezahlung“ weist er auf die Lohnlücke hin, die zwischen dem durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern für gleiche Tätigkeiten besteht. Laut Statistischem Bundesamt beträgt sie aktuell 21%. „Geschlechterbezogene Lohnlücken sind diskriminierend und müssen geschlossen werden“, erklärt Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB).

Nach Meinung des KDFB ist eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen auf Basis einer gerecht entlohnten Berufstätigkeit fundamental wichtig für Lebensgestaltung und Alterssicherung. „Die Arbeit von Frauen ist genauso wertvoll wie die Arbeit von Männern. Deshalb muss gleichwertige Arbeit auch gleich entlohnt werden, und zwar unabhängig vom Geschlecht“, fordert KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Neben gerechter Bezahlung und transparenten Gehältern hält der KDFB einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit für ein zentrales Instrument zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit sowie der partnerschaftlichen Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Frauen und Männern. „Teilzeitarbeit darf nicht länger zu herben Karriereenden in den Berufsbiographien von Frauen und Männern führen. Es sind Arbeitsmodelle nötig, die es erlauben, berufliche Tätigkeit mit Phasen stärkerer familienbedingter Sorgearbeit oder ehrenamtlichem Engagement zu vereinbaren. Ändert sich die Lebensphase, muss es möglich sein, wieder zum früheren Beschäftigungsvolumen zurückzukehren“, stellt Maria Flachsbarth fest. Politik, Wirtschaft und Tarifpartner seien aufgerufen, sich für eine zukunftsfähige Arbeits- und Lebensgestaltung einzusetzen, so die KDFB-Präsidentin.

Am 18. März beteiligt sich der Frauenbund in Berlin an dem Equal Pay Day- Kongress „Endlich partnerschaftlich durchstarten“. Dort werden in Vorträgen und Arbeitsgruppen umsetzbare Schritte zur Schließung der Lohnlücke thematisiert. Veranstalter ist das Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW), das 2008 erstmals den Equal Pay Day in Deutschland initiierte. Weitere Informationen unter www.equalpayday.de.

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen.

Hier finden Sie Eindrücke vom EPD-Kongress.