KDFB
23.03.2018

Flüchtlingsfrauen besser schützen

Foto: www.pixabay.de

Integration und Schutz von Flüchtlingsfrauen erweitern

Köln, 23.03.2018 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) tritt für Verbesserungen zum Schutz geflüchteter Frauen aus Kriegsgebieten ein und appelliert an die politischen Entscheider, gute gesetzliche Rahmenbedingungen für gezielt frauenspezifische Unterstützungs- und Integrationsmaßnahmen zu entwickeln.

Mit Blick auf die Situation Geflüchteter in Deutschland fordert der KDFB, dass bei allen Schritten des Asylverfahrens die besondere Schutzbedürftigkeit von Flüchtlingsfrauen, gerade wenn sie traumatisiert und alleinstehend sind, ausdrücklich beachtet wird. Unterstützung durch weibliche Sachbearbeiterinnen, Dolmetscherinnen und Beraterinnen sind nötig und hilfreich, damit sich die Lebenssituation geflüchteter Frauen positiv verändern und Integration in die Gesellschaft besser gelingen kann.

KDFB-Vizepräsidentin Sabine Slawik erklärt dazu: „Wir halten es für dringend erforderlich, frauenspezifische Fluchtgründe wie z.B. Beschneidung und Zwangsverheiratung in den Katalog der Genfer Flüchtlingskonvention aufzunehmen. Außerdem spricht sich der Frauenbund dafür aus, bei der Einrichtung von Transitzentren die Schutzbedürftigkeit von Frauen, Kindern und Familien stärker zu berücksichtigen und dort auch eine kostenlose und unabhängige Rechtsberatung für Geflüchtete anzubieten.“

Rechtliche Rahmenbedingungen von Flucht und Asyl standen im Mittelpunkt des KDFB-Bundesausschusses. Nina Warken, von 2013 – 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und dort als Berichterstatterin der Unionsfraktion für Asylpolitik zuständig, erläuterte Bestimmungen und Differenzierungen zu Asylverfahren, Duldung, Dublin-Verfahren, Familiennachzug und Integrationsmaßnahmen.

Im Zusammenhang mit dem ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingsarbeit gratulierte der Bundesausschuss dem KDFB-Diözesanverband Augsburg, der für seine Aktion „Herz zeigen“ mit dem diesjährigen Aggiornamento-Preis der Deutschen Katholikentage ausgezeichnet wird.

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

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