KDFB

Kaffeegespräch Synodaler Weg

Kaffeepause zum Synodalen Weg: Hannah Ratermann, Theresa Commandeur (oben), Birgit Mock, Dorothee sandherr-Klemp (unten)

Am 22. Juli veranstaltete der KDFB die erste „Kaffeepause auf dem Synodalen Weg“. Etwa 55 Frauen, darunter mehrheitlich KDFB-Frauen, trafen sich dazu im virtuellen Raum. Das Datum war bewusst gewählt: Der 22. Juli ist der Festtag der Heiligen Maria Magdalena, die Papst Franziskus 2016 zur "apostola apostolorum" erhob und sie damit liturgisch den Aposteln gleichstellte. Maria Magdalena ist die erste Zeugin der Auferstehung Jesu und Übermittlerin der Frohen Botschaft.

Dorothee Sandherr-Klemp, Geistliche Beirätin des KDFB-Bundesverbands, stellte eine Verbindung zwischen Maria Magdalena und dem Synodalen Weg her. Sie sprach über die mutige Frau und Jüngerin, die als einzige das "gestorben, begraben und auferstanden" des apostolischen Glaubensbekenntnisses bezeugen kann. Ebenso verwies sie auf das oft fatale Frauenbild, das in der katholischen Kirche immer noch vorhanden ist – die Frau als Hure oder enthaltsame Heilige.

Im Anschluss daran kamen die Teilnehmerinnen mit Birgit Mock, KDFB-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Synodal-Forums „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Gemeinschaft“ ins Gespräch und stellten Fragen zum Synodalen Weg, zu Inhalten des Forums und zu Perspektiven für die Kirche. Ein Fazit lautete: Der Synodale Weg muss im Verband und in den Gemeinden, an der Basis, ankommen. Er ist keine Angelegenheit nur für 230 Synodale, sondern er hat eine Bedeutung für die ganze Kirche. Es gehe darum, so Birgit Mock, die Stimmung des Aufbruchs der ersten Synodalversammlung, die am 31.01./01.02.2020 in Frankfurt stattfand, wachzuhalten und weiterzutragen. Der eingeschlagene Weg zur Erneuerung der Kirche, für den sich die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken entschieden haben, muss fortgesetzt werden: mit Beteiligung der Frauen, mit Visionen zur Veränderung, mit klaren Perspektiven für eine gleichberechtigte Kirche, in der Frauen und Männer selbstverständlich in gleicher Weise Verantwortung übernehmen.