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KDFB und kfd begrüßen den Synodalen Weg

Spitzentreffen von kfd und KDFB in Berlin zum Synodalen Weg: (v.l.) kfd-Bundesvorsitzende Mechtild Heil, KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth, KDFB-Vizepräsidentin Sabine Slawik, stv. kfd-Bundesvorsitzende Monika von Palubicki, Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Begleiterin/Leiterin im kfd-Bundesverband, kfd-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Vielhaus, Dorothee Sandherr-Klemp, Geistliche Beirätin im KDFB, KDFB-Bundesgeschäftsführerin Christiane Fuchs-Pellmann, KDFB-Vizepräsidentin Marianne Bäumler © Foto: KDFB

Köln/Düsseldorf, 12.09.2019 – „Frauen sind mittendrin, nicht nur irgendwie dabei. Sie bilden die Hälfte der Glaubenden in der Kirche und sind eine tragende Säule. Das, was wir wollen, ist herausfordernd: eine partnerschaftliche und wertschätzende Kirche mit Zukunft“, erklärten Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB), und Mechthild Heil, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), bei ihrem gestrigen Spitzengespräch in Berlin. Dabei sprachen sie auch über die am 13./14.09.2019 in Fulda stattfindende Gemeinsame Konferenz von Vertretern der DBK und des ZdK zum Synodalen Weg.

Beide Frauenverbände begrüßen die beschlossene Reformdebatte der Bischöfe und die Vereinbarung, diesen Weg gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken zu gehen. „Wir sehen darin die Chance auf Erneuerung, die die Kirche dringend braucht. Der eingeschlagene Weg muss von gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit geprägt sein. Denk- und Sprechverbote haben in einem Prozess, bei dem es um eine positive Zukunft für die Kirche geht, keinen Platz“, so Flachsbarth und Heil.

Mit Blick auf die Gestaltung des Synodalen Weges haben KDFB und kfd konkrete Erwartungen an die Bischöfe. „Wir wollen deutlich über notwendige Veränderungen in der Kirche sprechen und darüber, wie Geschlechtergerechtigkeit konkret umgesetzt werden kann. Nur zu sagen, was nicht geht, weil es vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten festgelegt wurde, ist unangebracht und wird den Menschen der Gegenwart nicht gerecht. Das betrifft besonders die Frage nach der Weihe“, lautet der Standpunkt beider Verbände.

Flachsbarth und Heil begrüßen das nachträglich eingerichtete Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ ausdrücklich. Sie hoffen auf einen konstruktiven zielgerichteten Dialog im Sinne einer spürbaren Weiterentwicklung. „Eine lebendige Kirche funktioniert nur mit Frauen. Sie auszuschließen und nicht mit ihren Fähigkeiten ernst zu nehmen bedeutet, sie nicht als Abbild Gottes zu betrachten“, so ihr Fazit.

Hintergrundinformation

KDFB und kfd engagieren sich seit vielen Jahren für eine geschwisterliche Kirche, in der Frauen und Männer, Priester und Laien, gleichberechtigt sind und als Gemeinschaft der Glaubenden kirchliches Leben gemeinsam verantwortungsvoll gestalten. Dazu gehören der Zugang aller Getauften und Gefirmten zu Sakramenten und Ämtern, der Abbau klerikaler Machtstrukturen und eine veränderte Sexualmoral, die sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientiert.

Weitere Informationen: www.frauenbund.de und www.kfd-bundesverband.de

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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