Deutscher Frauenrat: Monika Arzberger übernimmt Verantwortung für neues Schwerpunktthema Sicherheitspolitik
Monika Arzberger bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrats; © Heidi Scherm
Die Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates (DF) stellte vom 20.–21. Juni 2026 in Berlin die gleichstellungspolitischen Weichen für das kommende Jahr. Unter anderem beschlossen die Delegierten das neue Schwerpunktthema „Sicherheitspolitik gleichstellungspolitisch verstehen und voranbringen“. Monika Arzberger, Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB), gehört als Themenverantwortliche künftig dem Vorstand des Deutschen Frauenrates an.
„Krieg, Aufrüstung, die Infragestellung des Völkerrechts und das Erstarken autoritärer und antifeministischer Kräfte wirken unmittelbar auf Frauen und die Geschlechterverhältnisse. Eine feministische und gleichstellungspolitische Expertise ist zentral für eine nachhaltige Sicherheitspolitik“, so KDFB-Vizepräsidentin Monika Arzberger.
Unter ihrer Leitung wird in den kommenden zwei Jahren ein Fachausschuss die bislang stark auf militärische Sicherheit fokussierte Sicherheitsdebatte gezielt um Gleichstellungsaspekte und eine feministische Perspektive auf Konfliktlösung, multilaterale Zusammenarbeit, Ausgabenpolitik und Zivilschutz weiten. Der KDFB ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Frauenverbände und -gruppen (AG Kath), die zusammen mit weiteren Verbänden das Thema in den DF eingebracht hat.
Mit zahlreichen weiteren Beschlüssen positioniert sich der DF klar gegen Sozialabbau und für eine konsequente Gleichstellungspolitik. Die verabschiedeten Forderungen stärken den Dachverband als solidarische und politische Stimme für Frauen in den aktuellen Debatten um Kürzungen sowie Reformen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Rente. Im Jahr des 75. Bestehens des Frauenrates wurde in Berlin deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit der rund 60 Mitgliedsorganisationen für die gleichstellungspolitische Arbeit ist. Unterschiedliche Perspektiven und Generationen kommen dabei zusammen, um gemeinsame politische Ziele voranzubringen und Gleichstellung weiter zu stärken.
