Führungskraft im KDFB
und noch keinen Zugang?


Einführung eines Lieferkettengesetzes noch in dieser Legislaturperiode

Einführung eines Lieferkettengesetzes noch in dieser Legislaturperiode
Köln, 24.11.2020

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt den Beschluss der ZdK-Vollversammlung ausdrücklich, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, noch in dieser Legislaturperiode das schon lange geplante Lieferkettengesetz zu verabschieden.

KDFB-Vizepräsidentin Emilia Müller, die mit anderen KDFB-Frauen den Antrag in die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) eingebracht hatte, stellt dazu fest: „Als Christ*innen sehen wir die Notwendigkeit zum Handeln. Wir wollen mehr Fairness in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Deshalb muss ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden, in dem menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Unternehmen gesetzlich festgeschrieben werden. Eine Missachtung muss mit deutlichen Konsequenzen verknüpft werden.“

Als Mitglied der Initiative #Lieferkettengesetz engagiert sich der KDFB dafür, dass die großen deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden verpflichtet werden, Menschenrechte in ihren Lieferketten zu achten und Umweltzerstörungen zu vermeiden – auch im Ausland. Wer Schäden anrichtet, muss dafür auch die Verantwortung übernehmen. Emilia Müller bekräftigt: „Ein wichtiger Bestandteil des Lieferkettengesetzes muss sein, dass Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen haften, die durch ihre Missachtung von Sorgfaltspflichten entstanden sind.“

Der KDFB setzt sich weiterhin für die Verwirklichung des Lieferkettengesetzes ein und appelliert an die Bundesregierung, endlich das Gesetz auf den Weg zu bringen.

Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.
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