Führungskraft im KDFB
und noch keinen Zugang?


Antwort des Papstes auf Marx’ Rücktrittsangebot stärkt den Synodalen Weg

Der Erzbischof von Muenchen und Freising, Kardinal Reinhard Marx beim Synodalen Weg

Köln, 10.06.2021

Anlässlich der Ablehnung des Papstes, den von Kardinal Marx angebotenen Amtsverzicht anzunehmen, ermutigt der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) den Kardinal, zuversichtlich und geradlinig den Weg der Reformen, insbesondere den Synodalen Weg, weiter zu gehen.

In seinem heutigen Brief an Kardinal Marx hat der Heilige Vater seine Entscheidung sehr deutlich gemacht, der Kardinal möge seine Verantwortung als Erzbischof von München und Freising weiter wahrnehmen. Er würdigt sein Angebot über den Amtsverzicht, um damit auch ganz persönlich Verantwortung zu übernehmen, und teilt Marx‘ Urteil, der die Kirche an einem „toten Punkt“ sieht. Der Papst schreibt: „Ich stimme Dir zu, dass wir es mit einer Katastrophe zu tun haben: der traurigen Geschichte des sexuellen Missbrauchs und der Weise, wie die Kirche damit bis vor Kurzem umgegangen ist.“

Aus Sicht des KDFB stellt das einen klaren Auftrag dar, das Leid der Überlebenden in den Mittelpunkt zu stellen, ihnen endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und alles zu tun, um die männerbündischen und klerikalen Strukturen zu ändern, die erst solches Unrecht entstehen lassen konnten.

Dazu KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth: „Kardinal Marx hat mit seinem Rücktrittsangebot ein starkes Zeichen gesetzt – auch in Richtung seiner Mitbrüder im Amt. Ein „Weiter so“ verkennt den Ernst der Situation und ist nun erst recht nicht mehr möglich. Wir fordern alle Verantwortlichen in der Katholischen Kirche auf, Kleriker und Laien, sich dem Vertrauensverlust und Bedeutungsverlust in Folge des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche zu stellen. Die Antwort des Papstes zeigt, dass auch er diesen Weg unterstützt. Der KDFB ist zu einer konstruktiv-kritischen Mitarbeit jederzeit bereit – für eine geschwisterliche, glaubwürdige und zukunftsfähige Kirche.“

Anne Rauen
Stellvertretende Pressesprecherin

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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