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Außerordentliche Bischofssynode

Außerordentliche Bischofssynode
Köln, 21.10.2014

„Die Arbeit geht weiter“

KDFB zum Schlussbericht der Außerordentlichen Bischofssynode
Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) betrachtet das Schlussdokument der außerordentlichen Bischofssynode zur Familienpastoral differenziert. „Wir begrüßen einige Aussagen zu Ehe und Familie, sind jedoch enttäuscht über die Zurücknahme hoffnungsvoller Tendenzen des Zwischenberichtes“, stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest.

Als positiv bewertet der KDFB, dass im Schlussbericht und in der Botschaft der Synodenväter mehr und realistischer als zuvor unterschiedliche Familiensituationen in den Blick genommen werden: unfreiwillige Kinderlosigkeit, zur Familie gehörende Homosexuelle, das Leben mit behinderten Kindern oder mit alten und kranken Eltern. Ebenso wird nach Verbandsmeinung sensibler über Empfängnisverhütung und die Entscheidung einzelner Paare bei der Methodenwahl gesprochen als dies in dem Arbeitspapier „Instrumentum laboris“ formuliert war.

Erfreulich ist auch, dass im Vergleich zum Zwischenbericht das Schlussdokument die Rechte von Frauen und Kindern ausdrücklich würdigt und ausführlicher behandelt. Angeprangert werden z.B. die Diskriminierung von Frauen, Gewalt gegen Frauen, Genitalverstümmelungen und die sexuelle Ausbeutung von Kindern.

Enttäuscht ist der KDFB jedoch über die Aussagen zur Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten der Buße und Eucharistie. „Wir bedauern sehr, dass die im Zwischenbericht vom 13. Oktober 2014 geweckten Hoffnungen auf Veränderungen deutlich abgeschwächt wurden. Hier ermuntern wir die Bischöfe, sich bei ihrer Weiterarbeit mutig und klar für die Beheimatung von Geschiedenen und Wiederverheirateten in der Kirche einzusetzen“, erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Die Tatsache, dass im Schlussdokument auch jene Aussagen zu wiederverheirateten Geschiedenen und zu Homosexuellen veröffentlicht wurden, die nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit fanden, wertet der KDFB als erfreulich. Er sieht darin eine Aufforderung an die katholische Kirche, sich weiterhin intensiv mit diesen Themen zu befassen. „Wir hoffen, dass die bis zur ordentlichen Bischofssynode 2015 zu leistende theologische Arbeit eine weitere Öffnung und Klärung bringen wird. Der Frauenbund wird sich an diesem Prozess beteiligen und die von Kardinal Marx gewünschte Debatte in Bistümern, Pfarreien und Verbänden konstruktiv begleiten“, so KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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