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Frauenrechte achten – Zwangsprostitution verhindern

Frauenrechte achten - Zwangsprostitution verhindern
Köln, 23.09.2014

KDFB zur Reform des Prostitutionsgesetzes

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) plädiert im Rahmen der aktuellen Diskussionen zur Reform des Prostitutionsgesetzes dafür, in der geplanten Novelle regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen der Prostituierten und ein Mindestalter von 21 Jahren für die Ausübung von Prostitution zu verankern.
Der KDFB-Bundesvorstand hat sich entschieden dafür ausgesprochen, dass die Überarbeitung des Prostitutionsgesetzes ein umfassendes und an der Zielgruppe orientiertes Gesundheits- und Beratungsangebot beinhalten muss. Es soll zu einer dauerhaften Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von in der Prostitution tätigen Frauen beitragen.

„Wir begrüßen den Vorschlag einer regelmäßigen Gesundheitsuntersuchung der Prostituierten. Sie trägt zum Schutz der Gesundheit bei und ermöglicht im Bedarfsfall auch unverzügliche Hilfsmaßnahmen, wenn z.B. erkannt wird, dass die Frauen Opfer von Gewalt sind“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.
Der KDFB regt an, diese vertrauliche, kostenlose und – wenn gewünscht – anonyme Untersuchung mit einer psychosozialen Beratung zu koppeln. Ein niedrigschwelliges Angebot ermöglicht besonders ausländischen Zwangsprostituierten ausführliche Informationen über ihre Rechte sowie leichte Zugänge zu Fachberatungsstellen und Behörden.
Außerdem spricht sich der KDFB für die Einführung eines Mindestalters von 21 Jahren für die Ausübung von Prostitution aus. So sollen besonders junge Frauen besser geschützt werden, die durch Familie, Zuhälter, Menschenhändler oder so genannte „Freier“ leichter manipuliert und ausgebeutet werden können. „Je jünger Frauen sind, umso länger bleiben sie in der Prostitution und umso schwerer fällt es ihnen, das Gewerbe zu verlassen“, so Maria Flachsbarth.
Bereits im Oktober 2013 hat der KDFB die Bundesregierung aufgefordert, umgehend den Schutz der Prostituierten zu verbessern sowie Zwangsprostitution und Menschenhandel rigide einzugrenzen.
Die aktuelle Stellungnahme des KDFB-Bundesvorstandes „Frauenrechte achten – Zwangsprostitution verhindern“ sowie die Stellungnahme „Wider Prostitution und Menschenhandel“ der KDFB-Bundesdelegiertenversammlung von 2013 befinden sich unter www.frauenbund.de/stellungnahmen/.

Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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