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Gewalt gegen Frauen stoppen

Gewalt gegen Frauen stoppen
24.11.2015

Gewalt gegen Frauen und Mädchen stoppen und dauerhaft verhindern

Köln, 24.11.2015 – Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen am 25. November nimmt der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) die Situation der nach Deutschland geflüchteten Frauen und Mädchen besonders in den Blick. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen muss in der aktuellen deutschen Asyl- und Flüchtlingspolitik deutlich thematisiert und lösungsorientiert behandelt werden“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.
Der KDFB sieht angesichts der Dynamik der Fluchtkrise sowie der großen Herausforderungen an Politik und Gesellschaft die Gefahr, dass geschlechterbezogene Analysen und konkrete Hilfs- und Lösungsansätze in den Hintergrund treten. „Mit Blick auf die vielfach durch sexuelle Gewalt traumatisierten Frauen und Mädchen wäre dies ein unwürdiges Zeichen. Das Recht auf Schutz und Unterstützung muss besonders für jene gelten, die aufgrund ihres Geschlechtes bedroht, ausgebeutet, misshandelt und erniedrigt werden“, stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest.
Der KDFB fordert daher insbesondere die geschlechtergetrennte Unterbringung von geflüchteten Menschen, die konsequente Anwendung des Gewaltschutzgesetzes auch in Gemeinschaftsunterkünften, eine flächendeckende psychosoziale Beratung und Begleitung von geflüchteten Frauen und Mädchen durch geschlechtersensibel geschultes Personal sowie die stärkere Gewichtung von geschlechterbezogenen Fluchtursachen im Asylverfahren.
Diese und weitere Positionen des KDFB zum Schutz von Flüchtlingsfrauen und  einer gelingenden Integration wird KDFB-Vizepräsidentin Sabine Slawik am heutigen Katholischen Flüchtlingsgipfel in Würzburg einbringen. „Ich halte es für dringend erforderlich, dass dort auch über die Rechte von Frauen und Mädchen sowie über Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen und Teilhabechancen in den Herkunftsländern gesprochen wird. Themen wie Frühehen, Zwangsheirat und Genitalverstümmelungen müssen ebenfalls thematisiert werden“, so Slawik.
Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die aktuelle KDFB-Stellungnahme „Gekommen, um zu teilen – gelingende Integration und Schutz für Flüchtlingsfrauen“ finden Sie hier.
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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