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Der Advent liegt vor mir wie ein prall gefüllter Korb. Ein wenig erschreckt die Fülle.

Dezembertage. Vollgestopft wirken die letzten Wochen des Jahres oft. Termine, Verpflichtungen, Besorgungen, Jahresabschlüsse und Planungen, Klassenarbeiten und Zeugnisnoten, Veranstaltungen und Feiern. Vieles gilt es, noch zu erledigen – beruflich und privat. Bloß nichts vergessen und nichts aus dem Blick verlieren.

Gefüllt bin ich oft mit Sehnsucht: Nach Stille, Begegnung, Freiraum, einfach sein. Mich überraschen und beschenken lassen.

Wie werde ich in den kommenden Tagen unterwegs sein?

Dieses Jahr mache ich mit bei einem Adventskalender, an dem sich noch weitere 23 Menschen beteiligen. Meine Aufgabe war es, mir ein Geschenk zu überlegen, wenn möglich etwas, das ich selbst gemacht habe, und davon 24 Exemplare anzufertigen. Das haben alle gemacht. Zwei aus dem Kreis haben alle Päckchen entgegengenommen und für jede teilnehmende Person einen Korb oder eine Kiste befüllt, die dann wieder abgeholt werden konnte. Mein Korb hat mich im ersten Moment überwältigt: So viele Päckchen! Da war mir im ersten Moment zu viel.

Ein zweiter Blick auf den Korb lohnt sich: So viele Überraschungen! Und mein Anteil hat sich auf eine einzige Sache beschränkt. Die habe ich liebevoll hergestellt, mit Etikett versehen und schön eingepackt. Zugegeben: 24 mal. Aber das wars dann. Von den restlichen Päckchen darf ich mich bis Weihnachten überraschen und beschenken lassen: Von der Mühe, der Kreativität und den Ideen anderer, die das genauso gerne gemacht haben wie ich. Die sich genauso gefreut haben, als die Päckchen fertig gepackt waren, die genauso neugierig sind wie ich.

Wie werde ich in den kommenden Tagen unterwegs sein?

Da sind zwei Figuren unterwegs. Sie sind Teil einer Krippenlandschaft. Frau und Mädchen. Eine Junge, eine Alte. Heute und Morgen. Die eine geht voran, die andere lässt sich führen – oder ziehen?

Finde ich mich in diesen beiden? Wer bin ich? Antreibend oder angetrieben?

Wie gut tut es, nicht allein unterwegs zu sein, sich gegenseitig zu motivieren, voneinander zu profitieren.

Blicke richten sich nach vorne.

Vor mir liegt die Adventszeit: Vollgestopft oder erfüllt?

Was wird mich antreiben? Wie werde ich in den kommenden Tagen unterwegs sein?

Christina Feifer
Geistliche Beirätin Diözesanverband Mainz

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