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Foto: Sasin Tipchai, pixabay.com

Mutgebet

Bei vielen von uns wirkt der Katholik*innentag noch gut nach in den geschenkten Impulsen, den interessanten Begegnungen und im lebensrelevanten Motto: „Hab Mut! Steh auf“.

Wenn wir diese Aufforderung zum Mut in einem Gebet ein bisschen differenzieren, könnten folgende Gedanken herauskommen:

Guter Gott,

schenke mir Langmut, dass ich bei Widerständen und Herausforderungen nicht gleich die Flinte ins Korn werfe, sondern meinen Anliegen und Idealen verbunden bleibe.

Schenke mir Großmut, dass ich ohne Neid anerkennen kann, was andere gut können, und wo sie mich übertreffen und dass ich nicht zu kleinlich mit den Fehlern anderer umgehe.

Schenke mir Demut, dass meine Sehnsucht „gesehen“ und „geachtet“ zu werden, nicht im Vordergrund steht, bei dem, was ich für andere tue, sondern ich auch in einer gesunden Selbstlosigkeit Erfüllung und Sinn finde.

Schenke mir Wagemut, dass ich kein übertriebenes Sicherheits- und Planungsbedürfnis aufbaue, sondern mich auch Neuem anvertrauen kann.

Schenke mir die Fähigkeit zur Zumutung, wenn sie notwendig ist, weil jemand anders sichtbar auf dem Holzweg ist und meine wohlwollende Kritik daran vielleicht etwas ändern könnte.

Schenke mir vor allem die Gabe der Ermutigung, da zu sein, zu reden oder zu schweigen je nach Situation, den Rücken zu stärken und hinter jemanden stehen zu können, der oder die das im Besonderen braucht.

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