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Meinen Bogen stelle ich in die Wolken

J. M. W. Turner, Public domain, via Wikimedia Commons

J. M. W. Turner, Public domain, via Wikimedia Commons

(zu Gen 9,8-15)

Der Gewaltpegel steigt. Unaufhaltsam.
Wie kann Gott dem Einhalt gebieten?
Wie Abwertung, Gier, Hass, Gewalt,
Krieg und Größenwahn stoppen?
Die Lage ist heillos.
So lässt Adonai die Bäche und Flüsse,
die Seen und Meere anschwellen
zu einer großen, zerstörerischen Flut.

Doch schaut man auf uns,
die nachsintflutliche Menschheit,
so könnte man verzweifeln:
Nach der Flut ist vor der Flut!
Wenn sich schon die Menschen nicht ändern –
Gott aber, so deutet es die Bibel an,
hat durch die Flut eine Wandlung erfahren:
„Nie wieder“ soll so Zerstörerisches geschehen!
Alle Lebewesen stellt Gott
unter das Zeichen seines Bundes.

Wenn Hass und Gewalt
von Menschen gegen Menschen
hohe Wellen schlagen,
erinnert der Bogen in den Wolken
alle Welt und den Schöpfer selbst daran,
dass die Erde sein eigenes Königreich ist
und nicht Feindesland.
Gott hat sich mit uns für immer verbündet.
Werden wir uns wandeln?

Dorothee Sandherr-Klemp
Geistliche Beirätin KDFB Bundesverband

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