KDFB

April 2017

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Katharina von Siena

Schnitt: Claudia Nietsch-Ochs

„ … ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid „Eins“ in Christus Jesus.“ (Gal. 3, 27-28)

Im diesjährigen KDFB-Gottesdienst zum Tag der Diakonin stehen genau diese Sätze des Galaterbriefs im Mittelpunkt unseres gemeinsamen Besinnens, Betens, Rufens und Hoffens.

Katharina von Siena, diese große Glaubende mit unbestechlich klarem Blick, diese zutiefst fromme Frau, erfüllt von Liebe zu Gott und den Menschen, beunruhigt aber durch Ignoranz und Fehlentwicklungen innerhalb der Kirche, lebte aus genau dieser biblischen Wahrheit des Galaterbriefes. Diese Wahrheit gab ihrem Leben Kraft und Dynamik:

Katharina von Siena konnte die einengenden Rollen, die enge Sicht, die für sie vorgesehen war, mutig übersteigen ­zum Wohl und zum Heil der Menschen wie der Kirche, die sie heute als Kirchenlehrerin verehrt. Allerdings: „Wäre Katharina heute in einer Diözese Deutschlands angestellt, hätte man sie mit der Begründung, sie habe der Kirche großen Schaden zugefügt, vor die Tür gesetzt“, so formulierte es in unseren Tagen ein Ordensmann. Doch gerade ihre Liebe zur Kirche wie zu den Menschen war es ja, die es ihr unmöglich machte, die Rollen einzunehmen, die zunächst die Eltern, dann die religiöse Obrigkeit für sie vorgesehen hatten. Katharina hatte die Kraft, sich nicht zu begnügen, sich nicht zu bescheiden. Sie konnte die ihr zugewiesenen Rollen zurückzulassen und ihren Weg zu gehen, weil sie im Glauben tief erfahren hat, dass Mann und Frau in Christus gleichen Ranges sind.

Dorothee Sandherr-Klemp
Geistliche Beirätin des KDFB

Foto: KDFB

Dorothee Sandherr-Klemp

Geistliche Beirätin des KDFB-Bundesverbandes