"Mein KDFB Intern" steht Ihnen in Kürze wieder zur Verfügung.

Frauengesundheit
Gesundheit von Frauen und Mädchen fördern und erhalten - unabhängig von Familienstand, Alter, Wohnort und Herkunft.

Frauengesundheit

Die Gesundheit von Frauen und Mädchen zu fördern und zu erhalten, gehört zu den Kernanliegen der internationalen Frauenbewegung. Bereits auf der Weltfrauenkonferenz in Peking vor über zwanzig Jahren wurde festgehalten: „Die Gesundheit der Frau umfasst ihr emotionales, soziales und körperliches Wohlbefinden und wird durch ihr soziales, politisches und wirtschaftliches Lebensumfeld sowie von biologischen Faktoren bestimmt.“

Aus Sicht des Frauenbundes ist es unabdingbar, dafür einen ganzheitlichen Gesundheitsbegriff zu Grunde zu legen. Der Zusammenhang von Gesundheit und Lebensumwelt ist umfassend zu berücksichtigen. Dies erfordert Beteiligung und Zusammenwirken möglichst vieler Akteurinnen und Akteure aus den unterschiedlichen Fachdisziplinen und Ressorts. Der KDFB setzt sich für gleiche Gesundheitschancen und eine stärker geschlechterbezogene Ausrichtung der medizinischen Versorgung sowie des Gesundheitssystems ein. Wir halten einen ganzheitlichen Gesundheitsbegriff für unverzichtbar und plädieren für eine ressortübergreifende Gesundheitspolitik.

Lebensverläufe

Frauen sind aufgrund biologischer Faktoren, insbesondere aber auch durch soziale Bedingungen, von anderen Gesundheitsrisiken betroffen als Männer. Häusliche Gewalt und Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Sexualität, Schwangerschaft und Geburt zählen zu den besonderen Risiken im Lebenslauf von Frauen. Traditionelle Praktiken wie Genitalverstümmelungen oder Zwangsverheiratung im Kindesalter stellen in manchen Kulturkreisen ganz erhebliche Beeinträchtigungen der Integrität und Gesundheit von Mädchen dar. Außerdem sind Frauen und Männer aufgrund gesellschaftlicher Zuschreibungen und Rollenmuster in Familienleben und Berufswelten mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Auch dies hat verschiedene Auswirkungen auf ihre physische und psychische Gesundheit.

Kinderwunsch

Als Verband von Frauen aller Generationen und aus christlicher Überzeugung stehen wir für den Schutz und Wert des menschlichen Lebens in seiner besonders verletzlichen Phase des Lebensanfangs. Wir wissen um die tiefen Sehnsüchte nach einem Leben mit Kind und als Familie und die damit verbundenen schmerzhaften Erfahrungen, wenn Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Wir wissen aber auch, dass es kein Recht auf ein Kind gibt. Deshalb halten wir des für erforderlich, dass ungewollt kinderlose Paare, die sich für einen anderen Weg als den der Reproduktionsmedizin entscheiden, in dieser Lebensphase eine psychosoziale Beratung und Begleitung bekommen.

Der KDFB lehnt die Legalisierung der Eizellspende ab und spricht sich gegen nicht-invasive Pränataldiagnostiktests aus. Vom Gesetzgeber fordern wir die strengen Regelungen des Embryonenschutzgesetzes anzuwenden.

Gesundheit rund um die Geburt

Wir machen uns stark für die Unterstützung schwangerer Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen. So engagieren wir uns für die Sicherstellung und den Ausbau einer bedarfsgerechten und wohnortnahen Geburtshilfe durch Hebammen. Die Förderung der natürlichen Geburt und die Absenkung der Kaiserschnittraten gehört ebenfalls zu unseren Kernanliegen. In doppelter Anwartschaft für schwangere Frauen in Not und den Schutz des ungeborenen Kindes appelliert der KDFB an die politisch Verantwortlichen, bessere Rahmenbedingungen für die psychosoziale Beratung sowie niedrigschwellige Informationen für Frauen in schweren Krisen wie einem Schwangerschaftskonflikt zu schaffen. Der Frauenbund spricht sich im Verbund mit anderen katholischen Frauenverbänden für den Erhalt des Paragraphen 219a StGB aus.

© 2021 | KDFB Katholischer Deutscher Frauenbund