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Gender
Geschlechtsbezogene Ungerechtigkeiten in Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche erkennen und sich für Veränderungen einsetzen.

Gender

Was macht uns zu Mann oder Frau? Ist es das biologische Geschlecht (Englisch: sex), also der jeweilige Körper mit seinen genetischen Anlagen, seiner Anatomie und seinem hormonellen Status? Oder ist es das soziale Geschlecht (Englisch: gender), also unsere Geschlechterrolle, die durch Erziehung, Kultur und Konventionen, aber auch durch Entscheidungen wie etwa die Berufswahl geprägt ist? Die Antwort kann nur lauten, dass Sex und Gender die vielen Facetten unseres je individuellen Frau- oder Mannseins ausmachen.

Geschlechtergerechtigkeit

Der KDFB setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen in allen Teilen von Gesellschaft haben. Wir halten die gleichstellungspolitische Querschnittsaufgabe Gender Mainstreaming für unverzichtbar auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit. Wir setzten uns dafür ein, dass Menschen ihre Vorstellungen von Partnerschaft und Sexualität – unter Wahrung der Freiheit und Würde ihres Gegenübers- diskriminierungsfrei leben können.

Das Erstarken rechtspopulistischer Ideologien begünstigt eine Zunahme des in Gesellschaft und Kirche noch immer vorhandenen Antifeminismus. Begriffe – und die ihnen zugeordneten Menschen – wie Gender, Gender Mainstreaming, Feminismus und sexuelle Selbstbestimmung werden immer stärker zu Feindbildern stilisiert. Doch Gleichstellung und Demokratie bedingen sich gegenseitig und müssen gemeinsam verteidigt werden.

Prostitution

Der KDFB sieht in erzwungener Prostitution ein System, in dem Frauen und auch Männer benutzt, ausgebeutet und ihrer Würde beraubt werden. Entgegen dem Narrativ „selbstbestimmter Sexarbeiter*innen“ arbeiten die meisten von ihnen unfreiwillig und unter Zwang. Die Vorspiegelung falscher Arbeitsangebote, z.B. im Haushalt oder in der Gastronomie, finanzielle Not oder Abhängigkeit von Drogen lassen sie in ein System geraten, in dem sie Gewalt und Unterdrückung erleiden und ihrer Menschenrechte beraubt werden. Dies gilt im besonderen Maße für Frauen ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland sowie Frauen, die die deutsche Sprache nicht sprechen. Daher setzt sich der KDFB für die Einführung eines Sexkaufverbots, Bestrafung von Freiern sowie für konkrete Ausstiegsprogramme und Hilfen für Prostituierte ein.

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