Führungskraft im KDFB
und noch keinen Zugang?


Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit “Ohne Frauen keinen Frieden”

Der Friede kommt nicht durch Gewalt
Köln, 01.03.2012

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) setzte sich bei der Fachtagung „Ohne Frauen keinen Frieden“ mit aktuellen Entwicklungen in der Friedens- und Konfliktforschung auseinander. Grundlage war die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“, in der verbindlich geregelt ist, dass Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen und Sicherheitspolitik angemessen zu beteiligen sind.

Nach Meinung des Frauenbundes ist Frieden die stetige Herausforderung, sich für gerechte und menschenwürdige Lebensbedingungen aller Menschen einzusetzen. Die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse, die Verwirklichung demokratischer Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, interreligiöser und kultureller Dialog sowie nachhaltige Entwicklungen sind unverzichtbar für ein zukunftsfähiges Zusammenleben in Deutschland und weltweit. Einen besonderen Stellenwert erhalten dabei die Forderungen nach Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit, die zur Förderung des Friedens beitragen.
KDFB-Vizepräsidentin Born erklärt dazu: „Wir sind der Überzeugung, dass die Herstellung und Sicherung von Frieden und Gerechtigkeit auf nationaler und internationaler Ebene nur nachhaltig auf der Basis von Geschlechtergerechtigkeit gelingen kann.“ Dafür setzt sich der Frauenbund ein und fordert von der Bundesregierung, frauen- und geschlechtergerechte Bestrebungen zur Umsetzung der UN-Resolution 1325 zu fördern und voranzutreiben.

Ausdrücklich unterstützt der KDFB die wichtige Arbeit von UN Women Nationales Komitee Deutschland, das sich für eine angemessene Beteiligung von Frauen in der Friedens- und Sicherheitspolitik einsetzt und an der UN-Frauenrechtskommission teilnimmt, die bis zum 9.3.2012 in New York stattfindet. „Frieden ist kein Naturzustand und Frieden fällt nicht vom Himmel. Frieden ist ein Werk der Gerechtigkeit und der Versöhnung. Wenn Frauen sich vernetzen und sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen, werden sie zu Anwältinnen für weltweite gerechte Strukturen “, beschreibt KDFB-Vizepräsidentin Born das Engagement des Frauenbundes und anderer Frauenorganisationen. Es muss jedoch noch viel getan werden, damit die nationale und inter-nationale Arbeit zur Förderung der Geschlechtergerechtig-keit in einander greift und als Frieden sichernd verstanden wird, lautet das Fazit des KDFB-Bundes-verbandes am Ende der Fachtagung „Ohne Frauen keinen Frieden“, die vom 24.- 25.2.2012 in Ludwigshafen stattfand.

Ein weiterer Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit ist der Weltgebetstag, der seit über 100 Jahren am ersten Freitag im März gefeiert wird. An diesem Tag beten in 170 Ländern Frauen verschiedener christlicher Konfessionen für gerechte Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven. Der KDFB unter-stützt den Weltgebetstag der Frauen schon lange und ruft auch in diesem Jahr seine Mitglieder zur Beteiligung auf.

Ute Hücker
Pressereferentin

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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.
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