KDFB
14.03.2017

Frauenfriedenswallfahrt

Foto: KDFB

Unter dem Motto "Frauen für den Frieden - selbst • bewusst • offen" lädt der KDFB zur diesjährigen Frauenfriedenswallfahrt ein. Sie findet statt am 13. Mai 2017 und führt zur Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenheim. Die Wallfahrt ist im Jahr des Reformationsjubiläums in die ökumenischen Aktivitäten des Frauenbundes integriert. Die Predigt im Festgottesdienst hält die evangelische Theologin Prof. Dr. Margot Käßmann als Botschafterin für das Reformationsjubiläum.

Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr und endet nach dem Gottesdienst um 16.00 Uhr mit Segen und Aussendung. Im Mittelpunkt steht das vielfältige Engagement von Frauen für den Frieden - zu Fragen des inneren und äußeren Friedens.

Das Programm des diesjährigen Frauenfriedenswallfahrt sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Einzelpersonen können sich per E-Mail an anmeldung(at)frauenbund.de anmelden. Für Gruppen ist in der Bundesgeschäftsstelle ein Anmeldeformular erhältlich. Wir freuen uns, Sie in Frankfurt begrüßen zu können.

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Die Frauenfriedenswallfahrt hat im Frauenbund eine lange Tradition. Sie führt seit 1929 zur Frauenfriedenskirche nach Frankfurt-Bockenheim. Die Gründung der Frauenfriedenskirche geht auf Hedwig Dransfeld zurück. Sie war von 1912 bis 1925 die zweite Präsidentin in der Geschichte des KDFB, der 1903 von katholischen Frauen aus der Frauenbewegung heraus in Köln gegründet wurde.

Frieden in Deutschland, Frieden in Europa und in der ganzen Welt - dieser wünschenswerte und dauerhafte Zustand war für Hedwig Dransfeld ein echtes Herzensanliegen. Mitten im Ersten Weltkrieg entstand ihre Vision von einer Wallfahrtskirche, einem Gedächtnismal für die Gefallenen des Krieges. Sie war eine unermüdliche Kämpferin für den Frieden und rief im In- und Ausland katholische Frauen auf, sich mit Spenden am Bau der Frauenfriedenskirche zu beteiligen. Kurz vor ihrem Tod am 13. März 1925 schrieb sie: "Wir wollen für den Frieden inständig bitten, ohne Unterlass. Im Geiste sehe ich die Kirche vollendet, eine Wallfahrtskirche, zu der tausende und Tausende strömen, um anzubeten, zu danken, zu opfern." Vier Jahre später, am 5. Mai 1929, fand die Einweihung der ersehnten Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenhiem statt. Sie entstand, weil Hunderttausende Frauen Geld sammelten und den Kirchbau finanzierten.

Bis heute ist die Frauenfriedenskirche Symbol des Friedenswillens katholischer Frauen. Sie ist keine Kriegergedächtniskirche, sondern eine Friedenskirche, ein sichtbares Mahnmal für die Friedensbemühungen katholischer Frauen. Gleichzeitig ist sie auch sichtbares Dokument der Frauenemanzipation innerhalb der katholischen Kirche.