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Herbst 2019

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Aufbrechen

Foto: Schmidt

Aufbrechen ist schön.

Wenn nach der trägen Sommerzeit wieder das alltägliche Leben zurückkehrt mit seinem Rhythmus und seinen Herausforderungen. Wenn manch eine an einem neuen Ort durchstartet, es neu probiert, die nächste Berufsetappe einläutet. Wenn eine andere sich zur Ruhe setzt und das neue Glück der Freiheit ausprobiert.

 

Aufbrechen ist mutig.

Weil niemand weiß, was nach der nächsten Wegbiegung wartet. Ob das Wasser reicht auf der Durststrecke, die kommen wird. Ob der Weg zum Ziel führt oder daran vorbei. Ob Mühsal und Ungewissheit sich lohnen. Ob das Neuland gefährlich ist. Ob nicht doch alles schlechter wird, als es war.

 

Aufbrechen tut not.

Um herauszukommen aus eingefahrenen Gleisen. Aus zu viel Enge und dem eigenen Mief. Um sich zu befreien aus Sackgassen und Irrwegen.

 

Aufbrechen tut gut.

Immer wieder in unserem persönlichen Leben, damit wir nicht steckenbleiben, sondern weiterkommen, uns entwickeln, immer noch wachsen, dem Himmel entgegen.

Im Frauenbund, wenn wir neue Wege wagen, Profil gewinnen, wenn wir mutig einstehen für das, was uns wichtig ist.

Und auch in unserer Kirche. Wenn wir Verkrustetes aufsprengen. Wenn wir die Lähmung überwinden und endlich ausbrechen aus dem immergleichen Trott, der kein Leben mehr verheißt.

 

Aufbrechen.

Neu anfangen, endlich losgehen. Die Angst hinter uns werfen, der Lebendigkeit trauen und auf die Verheißung setzen, dass da ein Weg ist und ein Gott an unserer Seite und ein Ziel, das sich lohnt.

Claudia Schmidt
Geistliche Beirätin, Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart