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60 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

Köln, 10.10.2022

Zum 60. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils am 11. Oktober stellt der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) fest, dass Impulse, Themen sowie Auf- und Umbrüche des Konzils in der katholischen Kirche weiterhin hoch aktuell sind. „Das Konzil wirkt nach, noch sind nicht alle Ressourcen gehoben. Die Kirche ist in Bewegung, das wird gerade im Synodalen Weg deutlich“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth.

Der Frauenbund hat die Vorbereitung und Durchführung des Konzils intensiv begleitet und erstellte wie andere Frauenverbände, Theologinnen und Ordensschwestern im Vorfeld Petitionen zu Themen wie: Achtung aller Lebensformen von Frauen; positive Bewertung von Sexualität, nicht nur unter dem Aspekt der Fruchtbarkeit; Stellung und Anerkennung von Frauen in Kirche, Gesellschaft, Beruf und Kultur; mehr Beteiligung und Mitverantwortung von Laien. Mehrere Frauen verfassten unabhängig voneinander Konzilseingaben zur Zulassung von Frauen zum Priesteramt.

„Seit dem Konzil ist die gesellschaftliche und politische Partizipation von Frauen weiter fortgeschritten. Leider ist die Kirche dieser Entwicklung nicht gefolgt, obwohl das Konzil selbst im Dekret über das Laienapostolat (Kap. III, 9) dies fordert: `Da heute die Frauen eine immer aktivere Funktion im ganzen Leben der Gesellschaft ausüben, ist es von großer Wichtigkeit, dass sie auch an den verschiedenen Bereichen des Apostolats der Kirche wachsenden Anteil nehmen.` Wir appellieren daher an die Bischöfe, die Chance des Synodalen Wegs zu ergreifen und kraftvoll den vor 60 Jahren mutig begonnenen Reformprozess fortzusetzen“, so Flachsbarth. Ziel müsse eine Kirche sein, in der Frauen und Männer ihrer Berufung folgen und in gleicher Weise Verantwortung für eine zukunftsfähige Kirche und eine starke Gemeinschaft der Glaubenden übernehmen können.

Mit Blick auf die für Oktober 2023 stattfindende Bischofssynode in Rom setzt sich der KDFB dafür ein, dass Frauen aus allen Regionen der Weltkirche zur Mitwirkung eingeladen und besonders Expertinnen aus Theologie und Seelsorge gleichberechtigt einbezogen werden. Unverzichtbar ist dabei das Stimmrecht der Frauen.

Buch „Die Tür ist geöffnet“

Gertrud Ehrle in Rom beim Zweiten Vatikanischen KonzilAus Anlass des 50. Jahrestages zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 – 1965) veröffentlichte der KDFB das Praxisbuch „Die Tür ist geöffnet“. Darin sind zentrale Texte aus Frauensicht dargestellt und mit Fotos, methodischen Ideen zur weiteren Beschäftigung, Praxisbeispielen und Gottesdienstimpulsen angereichert.

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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 160.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.
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