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KDFB bewertet Online-Konferenz des Synodalen Wegs positiv

Köln, 08.02.2021

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) bewertet die Online-Konferenz zum Synodalen Weg vom 04./05.02.2021 positiv, respektvoll im Umgang und Mut machend für die Weiterarbeit. „Wir werden diesen Prozess weiterhin konstruktiv mitgestalten und uns für Veränderungen einsetzen, die der Zukunftsfähigkeit der Kirche dienen“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth, Mitglied der Synodalversammlung.

Laut KDFB müssen weiterhin die umfängliche Aufarbeitung von Missbrauch und sexualisierter Gewalt, die Solidarität mit den Betroffenen und die Veränderung der Strukturen, die diese psychische und physische Gewalt ermöglichen konnten, im Zentrum des Synodalen Weges stehen. Dies war und ist ein Kernanliegen für den Prozess der Erneuerung der Kirche. Der KDFB erwartet lückenlose Aufklärung, Wahrhaftigkeit und konstruktive Dialoge für einen Neubeginn, an dem Priester und Laien gleichermaßen beteiligt sind.

KDFB-Präsidentin Flachsbarth stellt dazu fest: „Die katholische Kirche wird nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie glaubwürdig ist und eine relevante Bedeutung für die Lebenswirklichkeit der Menschen von heute bekommt. Zentral ist dabei die geschwisterliche und gerechte Beteiligung von Frauen in allen Bereichen der Kirche. Das bedeutet auch, dass Frauen ihrer Berufung folgen dürfen, weil Gott es so will und nicht, weil Männer entscheiden, dass allein ihre Berufung gottgewollt ist.“

Ebenso bedeutsam ist die Ausrichtung der kirchlichen Sexualmoral, damit sie eine hilfreiche Orientierung für das Leben in gelingenden Beziehungen sein kann. KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock, die zusammen mit Bischof Helmut Dieser als Vorsitzende das Synodalforum „Leben in gelingenden Beziehungen. Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ leitet, erläutert dazu: „Wir wollen deutlich machen, dass Sexualität eine positive Kraft ist, die Menschen geschenkt ist und selbstverständlich zum Leben gehört. Natürlich müssen wir damit verantwortungsvoll umgehen. Wir sollten darauf vertrauen, dass die meisten Paare Verantwortung für ihre Sexualität übernehmen und in Respekt voreinander und gegenseitigem Einverständnis ihre Liebes-Beziehung mit einer beglückenden Sexualität leben. Darin wollen wir sie als Kirche begleiten und bestärken und dafür setzen wir uns in unserem Forum ein.“

Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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