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Projekt “Erzählen als Widerstand”

Köln, 19.01.2021

Im Buch „Erzählen als Widerstand“ berichten 23 Autorinnen über spirituellen und sexuellen Missbrauch, den sie als Erwachsene im Raum der Kirche erfahren haben. Sie erzählen von Verschweigen und Vertuschen, sie schreiben, damit der Missbrauch aufhört. Wissenschaftliche Essays vertiefen die Schilderungen der Betroffenen für kirchliche Praxis und theologische Reflexion. Der KDFB hat das Buch am 25. November 2020, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, präsentiert.

Die Idee zum Buch entstand auf der Siegburger Tagung „Gewalt gegen Frauen in Kirche und Orden“ Ende September 2019, die von der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Ordensobernkonferenz in Kooperation mit kfd und KDFB veranstaltet wurde. Dort haben betroffene Frauen aller Generationen ihre Erfahrungen in Worte gefasst. Viele durchbrachen damit eine jahrzehntelange Schweigespirale und sprachen mutig über den Missbrauch und seine Auswirkungen, unter denen sie bis heute leiden. Es war für sie ein bedeutender Schritt und für manche eine heilsame Erfahrung. Daran hat der KDFB, insbesondere die Theologische Kommission, mit dem Buchprojekt angeknüpft.

Buch mit Marga Bührig Preis 2021 ausgezeichnet

Preisträgerinnen Marga Bührig Preis Erzählen als Widerstand (c) Adine Schweizer

Die Herausgeberinnen des Buches bei der Verleihung: Prof.in Dr. Ute Leimgruber, Dorothee Sandherr-Klemp (Geistliche Beirätin des KDFB), Dr. Regina Heyder und Dr. Barbara Haslbeck

Der KDFB gratuliert den Mitgliedern seiner Theologischen Kommission Barbara Haslbeck, Regina Heyder, Ute Leimgruber und Dorothee Sandherr-Klemp herzlich zur Verleihung des Marga Bührig Förderpreises 2021! Das von ihnen herausgegebene Buch „Erzählen als Widerstand“ hat die diesjährige Auszeichnung der in der Schweiz ansässigen Marga Bührig Stiftung erhalten. Mit der Preisverleihung hat die Marga Bührig Stiftung deutlich gemacht, dass die Thematik grenzüberschreitend relevant ist.

Weitere Informationen zu der Preisverleihung der Marga Bührig Stiftung

Spritueller und sexueller Missbrauch

Die Herausgeberinnen des Buches. Kooperationspartner war die Univeristät Regensburg – Professur für Pastoraltheologie und Homiletik

Die Herausgeberinnen des Buches sind Dr. Barbara Haslbeck, Dr. Regina Heyder, Prof.in Dr. Ute Leimgruber und Dorothee Sandherr-Klemp. Die Frauen sind in der Theologischen Kommission des KDFB engagiert und wirken seit Erscheinen des Buches bei zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen über spirituellen und sexuellen Missbrauch mit. Die durch das Buch angestoßenen Themen werden mit verschiedenen Projekten weitergeführt, beispielsweise mit mehreren Veranstaltungen des KDFB beim Katholikentag 2022 verbunden mit einem Filmprojekt mit Zeugnissen Betroffene.

Hörproben und weitere Infos zum Buch sowie zu den Herausgeberinnen finden Sie auf der Website www.erzaehlen-als-widerstand.de. Wirkungen des Buches und Entwicklungen im Raum der Kirche zu spirituellem und sexuellem Missbrauch stellt ein Artikel im online-Portal feinschwarz.net vor. Außerdem empfehlen wir den Podcast der Katholischen Akademie.

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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.
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